Sa, 20. Oktober 2018

Beinahe-Kollisionen

24.10.2007 10:46

Brisante US-Studie über die Flugsicherheit

Aus der Angst, Flugpassagiere zu verunsichern, hält die US-Raumfahrtbehörde NASA offenbar eine brisante Studie zur Flugsicherheit zurück. Eine Umfrage unter Piloten soll ergeben haben, dass Sicherheitsprobleme wie Beinahe-Kollisionen, Zusammenstöße mit Vögeln oder Zwischenfälle auf den Start- und Landebahnen häufiger vorkommen als offiziell angegeben.

Die NASA gewann diese Informationen aus Telefoninterviews mit rund 24.000 Piloten über deren Erfahrungen im Cockpit. Das Projekt, das rund 8,5 Millionen US-Dollar kostete und beinahe vier Jahre lang andauerte, wurde vor mehr als einem Jahr beendet. Seitdem habe es die Raumfahrtbehörde abgelehnt, diese Studie zu veröffentlichen, berichtete die US-Nachrichtenagentur AP.

Associated Press hatte dies am Montag aufgedeckt. Die NASA soll daraufhin zugesagt haben, neu zu erwägen, wie viel von den Studien-Ergebnissen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden könnten.

Daten sollten gelöscht werden
Vor einer Woche wies die NASA AP-Informationen zufolge die Organisatoren der Studie an, alle damit in Verbindung stehenden Daten von ihren Computern zu löschen. Ein NASA-Sprecher dementierte laut "Herald Tribune" (Montag-Ausgabe) den Befehl zur Zerstörung der Daten. Der US-Kongress kündigte eine Untersuchung an und verlangte von der NASA, die Zerstörung der Datensätze zu stoppen. NASA-Chef Michael Griffin sagte, er habe die Aufbewahrung aller Befragungsdaten bereits angeordnet.

Ein hochrangiger NASA-Mitarbeiter gab aber zu, dass die Enthüllung der Befragungsergebnisse das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Fluglinien schaden und die Profite der Airlines in Mitleidenschaft ziehen könnten.

Die Studie soll zeigen, dass Piloten Beinahe-Kollisionen, Zusammenstöße mit Vögeln und Zwischenfälle auf den Start- und Landebahnen mindestens doppelt so oft registrieren, als offizielle Berichte zeigen. Auch die Zahl von potenziell gefährlichen, Last Minute-Anweisungen an die Piloten, die Landepläne zu ändern, soll demnach höher als erwartet sein.

Beamte der US-Luftfahrtbehörde FAA äußerten Zweifel an der Methodologie der Untersuchung. Die "Herald Tribune"  zitierte eine hochrangige Mitarbeiterin, die erklärte, die Antworten seien nicht detailliert genug, um aussagekräftig zu sein. Ein Sprecher des Luftfahrtindustrieverbands sagte, nicht in Kenntnis der Studien-Ergebnisse zu sein. Er betonte allerdings, dass das US-Flugsystem sicher sei.

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