02.08.2007 08:39 |

Helfer genarrt

Kärntnerin terrorisiert Rettung mit 80 Anrufen!

80 Mal hat eine Hausfrau aus Silberegg bisher schon das Rote Kreuz genarrt. Bereits im Mai hatte sie an zwei Tagen ständig angerufen; am vergangenen Samstag war es wieder so weit. Die Betrunkene beschimpfte Rotkreuz-Mitarbeiter und bestellte dreimal den Rettungswagen: Und das, obwohl bereits ein Gerichtsverfahren gegen sie läuft!

Wenn die 48-Jährige betrunken ist, gibt es scheinbar kein Halten: Am 21. Mai startete sie den ersten Telefonterror in der Rettungszentrale in Klagenfurt. Sie rief 25 Mal an, bestellte Rettungswagen, beschimpfte Mitarbeiter. Landesleitstellen-Chef Daniel Fellner: „Weil sie uns ständig zu falschen Adressen schickte, wurde eine Handy-Ortung durchgeführt.“

Prozess bereits am Laufen
Zehn Tage später betrank sich die Hausfrau wieder und das Spiel begann erneut. Mehr als 30 Mal sprang – wieder abends – der Rettungs-Notruf an. Gegen die Frau läuft jetzt ein Prozess am Bezirksgericht St. Veit an der Glan. Staatsanwältin Carmen Riesinger: „Auf Missbrauch von Notzeichen stehen bis zu sechs Monate Haft!“ Ein Urteil steht allerdings noch aus.

Unbelehrbar
Das Verfahren ist aber offenbar nicht Warnung genug: Samstag gab’s erneut Terror mit 25 Anrufen. Fellner: „Sie behauptete, keine Luft zu bekommen, dann sagte sie, dass ihr Mann sie niedergestochen hätte. Das Problem ist: Wir müssen ausrücken. Durch solchen Unfug ist nicht nur der Notruf besetzt, sondern auch das Rettungsmittel gebunden.“ Das Rote Kreuz will der Frau nun die Einsatzkosten von rund 700 Euro in Rechnung stellen.

von Serina Babka / Kronen Zeitung

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