26.07.2007 13:11 |

Pipeline-Unfall

Großbrand nach Explosion nahe Sankt Petersburg

Eine Explosion an einer Gaspipeline hat in der Nähe von St. Petersburg im Nordwesten Russlands einen riesigen Brand ausgelöst. Die Flammen wüteten auf einer etwa zwei Hektar großen Wald- und Torffläche, wie russische Nachrichtenagenturen am Donnerstag meldeten.

"Es gab keine Verletzten, niemand musste in Sicherheit gebracht werden", sagte der Sprecher des betroffenen Bezirks, Valentin Sidorin. Nach Medienberichten brach unter den Anwohnern Panik aus. Die Gasversorgung Finnlands sei wegen des Unglücks für sechs Stunden unterbrochen gewesen, meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf das finnische Unternehmen Gasum.

Flammen waren so hoch wie 16-stöckiges Haus
An der Leitung bei St. Petersburg gab es Wartungsarbeiten. Experten vermuteten einen technischen Defekt als Ursache für die Explosion in der Nacht auf Donnerstag. Einen Terroranschlag schlossen sie aus. Im Radiosender "Echo Moskwy" sprachen Augenzeugen von einem Flammenmeer. "Die Flammen waren so hoch wie ein 16-stöckiges Haus", sagte Pawel Tschernitschenko dem Sender. Die Explosion hatte ein vier Meter tiefes, 40 Meter langes und sechs Meter breites Loch in den Boden gerissen.

Panik auf den Straßen
Auf den Straßen gab es ein Verkehrschaos, so dass Feuerwehrfahrzeuge schwer zum Brandort durchkamen. Viele Menschen der Millionenstadt, die den Brand sehen konnten, hätten geglaubt, ein Flugzeug sei abgestürzt oder das nahe gelegene Heizkraftwerk explodiert. "Die Panik war größer als der Schaden", berichtete ein russisches Medium. Mehr als 30 Einheiten mit Feuerwehrleuten und Polizisten waren im Einsatz. Nach etwa drei Stunden sei der Brand gelöscht gewesen.

Nach dem Unfall gegen Mitternacht (Ortszeit) sei die Gaszufuhr in der Pipeline sofort automatisch unterbrochen worden. Die Versorgung wurde durch Reserven des Unternehmens Gazprom sichergestellt. Das Unglück hatte sich zwischen zwei Wohnorten vor den Toren von St. Petersburg ereignet

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