Obduktion durchgeführt

„Herztod“ von Starwinzer wurde zum Kriminalfall

Niederösterreich
17.01.2026 14:30

Der Tod von Starwinzer Bauer aus Feuersbrunn wurde zum Kriminalfall – es stand im Raum, dass ihn ein Faustschlag das Leben kostete. 

Ein klirrend kalter Wintertag in Krems. Die Atemwolken hängen über der Oberen Landstraße, während Menschen die Lokale passieren – und mittendrin Anton Bauer, Starwinzer aus Feuersbrunn im Bezirk Tulln, der nicht ahnen konnte, dass dieser Tag sein letzter sein würde. Der prämierte Winzer hatte das Café Enrico besucht. Was als gewöhnlicher Kaffee- und Plauschbesuch begann, entwickelte sich rasch zu einem folgenschweren Streit.

Bauer geriet nämlich an einen Mann, der in Krems kein Unbekannter ist. Der Kontrahent gilt als Stänkerer, dem Alkohol nicht abgeneigt, und hat in mehreren Lokalen Hausverbot. Zeugen berichten von einem heftigen Schlag, den Bauer abbekommen haben soll. Andere Versionen sprechen davon, dass es zu einem Gerangel kam – und der Winzer dabei unglücklich stürzte.

Was danach geschah, wirft immer neue Fragen auf. Denn der 54-Jährige, dessen Weingut nach einem Konkurs vor einigen Jahren durch St. Pöltner Promis gerettet worden war, verlor offenbar kurzzeitig das Bewusstsein, doch niemand rief Hilfe. Das Opfer lag etwa eine halbe Stunde hilflos am Boden.

Kriminalisten ermitteln jetzt auf Hochtouren
Nachdem er wieder zu sich gekommen war, machte sich Bauer auf den Heimweg. Ein fataler Gang, wie sich später zeigen sollte. Am nächsten Morgen wachte er nicht mehr auf. Offizielle Todesursache: Plötzlicher Herzstillstand. Doch nun schließen Mediziner nicht aus, dass eine unbemerkte Gehirnblutung infolge des Schlags oder Sturzes zu seinem Tod geführt haben könnte. Hätte ein schneller Notruf sein Leben retten können? Diese Frage lastet schwer über dem Fall.

Die Polizei der Wachau-Metropole hat jedenfalls die Ermittlungen übernommen, offiziell bestätigt, dass der Fall geprüft wird. Aus ermittlungstaktischen Gründen hält man sich bedeckt. Fest steht, dass Kriminalisten diese Woche das Café Enrico besuchten, Zeugen befragten und den Vorfall rekonstruierten. Zudem wurde der Leichnam von Anton Bauer obduziert. Im Laufe des Samstag stand im Raum, dass es doch kein Fremdverschulden war.

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