24.07.2007 15:47 |

Auf Haus gestürzt

Absturzursache in Basel weiter unklar

Die Ursache für den Absturz eines Kleinflugzeuges auf einen mehrstöckigen Wohnblock in Basel ist einen Tag nach dem Unglück weiter unklar. Es stehe lediglich fest, dass es dem Piloten nicht gelungen sei, nach dem Start die vorgesehene Flughöhe zu erreichen, hieß es in einem ersten Vorbericht des Büros für Flugunfalluntersuchungen.

Deswegen sei die Maschine nach 3,8 Kilometern gegen das Dach des Wohnblocks geprallt. Die drei betroffenen Häuser dürften noch mindestens ein halbes Jahr unbewohnbar bleiben, sagte ein Behördensprecher am Dienstag. Möglicherweise werde der Block auch abgerissen.

Bei dem Absturz der einmotorigen Maschine war am Montag der 58 Jahre alte Pilot ums Leben gekommen. Der Schweizer war wenige Minuten zuvor zu einem 8.000 Kilometer langen Flug in die USA gestartet und hatte etwa 1.700 Liter Kerosin an Bord.

Außergewöhnlich an dem Flieger - einem Eigenbau - seien vor allem die insgesamt acht Tanks gewesen, hieß es in dem Vorbericht weiter. Mit den vollen Behältern sei das normale Startgewicht der Maschine weit überschritten worden. Es habe aber eine Sondergenehmigung des Schweizer Luftfahrtamtes gegeben. Diese wurde nach Angaben der Behörde mit der Auflage bewilligt, dass das Flugzeug beim Start keine größeren Kurven fliegen dürfe, um die Stabilität nicht zu gefährden.

Die Bewohner der betroffenen Häuser hatten nach Angaben von Brandexperten außergewöhnliches Glück. Die 1.700 Liter Treibstoff seien beim Aufprall verteilt worden und sofort in Flammen aufgegangen. Wäre das Kerosin ins Innere des Hauses gelaufen, hätte nach Angaben der Feuerwehr nicht nur das Dachgeschoss gebrannt. In dem Block leben insgesamt 89 Menschen.

Der 58-jährige Pilot, der eine Flugerfahrung von 16.000 Stunden vorweisen konnte, wollte mit einem Nonstop-Flug nach Wisconsin (USA) an den legendären Atlantik-Flug in umgekehrter Richtung von Charles A. Lindbergh im Jahr 1927 erinnern. Der Flug unter dem Namen "Saint-Louis Memory Flight" hätte rund 30 Stunden gedauert. Doch knapp fünf Minuten nach dem Start prallte die Maschine nahe der französischen Grenze in das Wohngebäude.

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