19.07.2007 15:24 |

Er dreht "Valkyrie"

Katie Holmes ließ Tom Cruise in Berlin zurück

Nach einer Woche in Berlin hat Katie Holmes ihre Sachen und Töchterchen Suri gepackt und Ehemann Tom Cruise allein in der deutschen Bundeshauptstadt zurückgelassen - unter anderem, um bei der New-York-Premiere von John Travoltas neuem Film "Hairspray" vorbei zu schauen. Doch das dürfte Ehemann Tom nicht stören: Am Donnerstag begannen die Dreharbeiten zu seinem neuen Film mit dem Arbeitstitel „Valkyrie“. Über den Streifen, der das Attentat auf Hitler durch Claus Schenk Graf von Stauffenberg zum Inhalt hat, hatte es im Vorfeld heftige Diskussionen gegeben.

In einem dichten Wald südöstlich von Berlin galt bereits Tage vor dem Drehstart höchste Sicherheitsstufe. Kilometerlange Flatterbänder, Sperrungen an holprigen Panzerstraßen und Waldwegen, strenge Wachleute an allen Zufahrtswegen, die dafür sorgen, dass das geheimnisvolle Etwas zwischen den Bäumen nicht entdeckt wird: der Nachbau der "Wolfsschanze", einst Hitlers Führerhauptquartier.

Auch der Flugplatz bei Löpten wurde groß in Szene gesetzt werden. "Mir wurde gesagt, dass von oben dort landende Flugzeuge gefilmt werden sollen", erzählt Ortsbürgermeister Friedrich Schönfeld. Um dieses Areal - ein ehemaliger Ersatzflugplatz der Nationalen Volksarmee der DDR - weht ebenfalls frisches Flatterband. Darauf ist von "Flugplatzbetrieb" die Rede - kein Wort von anstehenden Dreharbeiten mit Stars wie eben Cruise, Kenneth Branagh, Carice van Houten, Thomas Kretschmann, Christian Berkel oder Tom Wilkinson.

Cruise wird den deutschen Widerstandskämpfer Claus Schenk Graf von Stauffenberg spielen, dessen Attentat auf den Diktator in der "Wolfsschanze" in Ostpreußen am 20. Juli 1944 scheiterte. Hitler ließ Stauffenberg und mehrere Mitverschwörer noch in der folgenden Nacht im Berliner Bendlerblock hinrichten.

Zu weiteren Einzelheiten über den Thriller, der dem Vernehmen nach 80 Millionen US-Dollar kosten soll, hält sich Ko-Produzent Studio Babelsberg bislang bedeckt. Nur soviel: Das Drehbuch für den Film unter der Regie von Bryan Singer sei "exakt recherchiert".

Hotel wurde umgebaut
Auch über die gemeinsame Woche des Hauptdarstellers mit Ehefrau Katie Holmes und Kind Suri war nicht viel bekannt geworden. Denn schon am 8. Juli hatte sich die Familie in einem Luxushotel am Gendarmenmarkt in Berlin einquartiert. Erst Ende der vergangenen Woche waren erste Berichte über die Cruises in Deutschland aufgetaucht.

Wie jener, dass Katie Holmes bei einer Fashionparty von Hugo Boss vorbei schauen wollte, dort aber nicht erkannt und deshalb auch nicht eingelassen worden sei. Doch der jungen Mami war’s egal: Sie schnappte sich einfach Töchterchen Suri und ging mit ihr im Tiergarten-Park spazieren (das Video dazu findest du in der Infobox).

Und: Im Hotel „The Regent“ seien wegen Tom Cruise mehrere Wände herausgerissen und versetzt worden. Dem Hollywood-Star seien die Gemächer zu klein gewesen - und das, obwohl er zwei komplette Etagen in der Luxusherberge angemietet habe.

Heftige Diskussionen
Doch zurück zum Film, der in den vergangenen Wochen für Schlagzeilen sorgt - in Deutschland wie in den USA: Diskussionsstoff bietet vor allem die Tatsache, dass Cruise Anhänger der umstrittenen Scientology-Organisation ist. Prominente und weniger Prominente ergriffen das Wort, um entweder zu kritisieren, dass der Star Stauffenberg darstellt, oder, um eben dies vehement zu unterstützen.

Die Absage für einen Dreh im Bendlerblock ist für die Macher um Cruise derweil längst abgehakt. "Das haben wir akzeptiert", so der Vize-Vorstandschef des Studios Babelsberg, Christoph Fisser. Nicht zu entlocken ist ihm allerdings, wann Cruise über die holprige Panzerstraße oder per Hubschrauber zur schemenhaft zwischen den Bäumen erkennbaren "Wolfsschanze" chauffiert wird, um in die Uniform und die Rolle von Hitler-Attentäter Stauffenberg zu schlüpfen.

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