28.06.2007 14:32 |

Kampfjet-Kalauer

Neue Werbeschlacht um die Eurofighter

Nach ihrem „Napalm“-Wahlkampf vom letzten Jahr fährt die SPÖ weitere Inseratengeschütze auf, um in der Bevölkerung das Bild vom „Eurofighter-Umfaller“ (siehe Krone.at-Leservoting in der Infobox) auszumerzen. Aus "Die SPÖ wird die Eurofighter stornieren", dem gebrochenen Wahlkampfversprechen, wurde "Sozialfighter statt Eurofighter". Weil es nun doch anders gekommen ist, rühren die Sozialdemokraten jetzt wieder die Werbetrommel. Neuer Slogan: "Neutralitätsflieger statt ÖVP-Kampfbomber!" Doch auch die Konkurrenz schläft nicht...

Eine "Plattform Versprochen Gebrochen" hält mit dem hämischen Slogan "Hier landet mein Wahlversprechen" dagegen. Auf den Inseraten der Plattform ist ein lächelnder Kanzler Gusenbauer zu sehen, daneben ein Eurofighter auf der Landebahn. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Kalina vermutet die Urheber im Umkreis der Volkspartei, in der ÖVP-Zentrale will man damit aber - no na - offiziell nichts zu tun haben.

Die SPÖ will ihren Nach-der-Wahl-Wahlkampf (offizieller SPÖ-Titel: „Informationsoffensive“) noch „ein paar Tage“ fortsetzen, kündigt Kalina an. Schließlich würden in der letzten Zeit „viele Unwahrheiten“ über den Eurofighter-Deal verbreitet.

„So sparen wir 400 Millionen Euro Steuergeld“, titelt die SPÖ in ihren Inseraten und verspricht, das Geld in Bildung und Gesundheit zu investieren. Kalina verteidigt die Kampagne: „Immerhin geht es um die größte Einsparung im Budget. Finanzminister Molterer hat selbst bisher keine größeren Einsparungen zustande gebracht.“

Freitag, 14. Mai 2021
Wetter Symbol