24.08.2007 19:49 |

Nach 43 Jahre

Ku-Klux-Klan-Mann zu 3 x Lebenslang verurteilt

Späte Gerechtigkeit: Nach 43 Jahren ist ein Mitglied des rassistischen Ku-Klux-Klan in den USA wegen seiner Rolle bei der Ermordung zweier schwarzer Jugendlicher zu dreimal lebenslanger Haft verurteilt worden. Eine Geschworenen-Jury in Jackson (US-Staat Mississippi) hatte den heute 72-jährigen James Seale (Bild)) bereits im Juni der Verschwörung und Entführung für schuldig befunden. Am Freitag verkündete Bezirksrichter Henry Wingate nun das Strafmaß.

Die jungen Schwarzen Charles Eddie Moore und Henry Hezekiah Dee - beide damals 19 Jahre alt - waren am 2. Mai 1964 von mehreren Klan-Mitgliedern entführt, misshandelt und schließlich gefesselt im Mississippi ertränkt worden. Die Bundespolizei FBI hatte Seale zusammen mit einem der mutmaßlichen Komplizen, Charles Edwards, schon kurz nach der Tat unter Mordverdacht festgenommen. Nach drei Monaten wurden die Männer aber wegen Mangels an Beweisen wieder freigelassen.

Jahrzehntelang für tot erklärt
Seale war dann verschwunden und von seiner Familie für tot erklärt worden, bis ihn die Polizei 2005 ausfindig machte. Nachdem Edwards Straffreiheit zugesichert worden war, erklärte sich dieser bereit, in einem Prozess gegen Seale auszusagen.

Edwards sagte, die beiden Anhalter Dee und Moore seien lebendig in den Kofferraum von Seales Auto gesperrt und auf einen Bauernhof gefahren worden. Später seien die beiden gefesselt zum Mississippi gebracht worden. Seale habe ihm gesagt, dass die Jugendlichen mit schweren Gewichten in den Fluss gestoßen worden seien.

Die US-Justiz hat mehrere rassistische Morde aus den 60er Jahren neu aufgegriffen. Vor einem Jahr wurde der 80-jährige Edgar Ray Killen wegen des gewaltsamen Todes von drei Bürgerrechtlern in Mississippi zu drei Mal 60 Jahren Gefängnis verurteilt.