31.05.2007 13:04 |

Hornlos glücklich

Simbabwes Nashörner wird ihr Horn abgesägt

Den bedrohten Nashörnern in Simbabwe soll ihr Horn abgesägt werden, um so Wilderer von der Jagd auf die Tiere abzuhalten. Die Behörden begannen nach einem Bericht der Zeitung "The Herald" damit, gemeinsam mit Experten des Worldwide Fund for Nature (WWF) rund 780 Rhinozerosse zu betäuben und ihr Horn abzusägen.

"Wir wollen Wilderern klar machen, dass sie kein Horn finden werden, wenn sie irgendwo in Simbabwe Nashörner töten", sagte der Chef-Ökologe der Nationalpark-Behörde, Henry Madzikanda. Offiziellen Angaben zufolge töteten Wilderer in den vergangenen drei Jahren mindestens 40 Nashörner in den Parks des afrikanischen Landes.

Das Horn erzielt als traditionelle Medizin in Asien oder als Dolchgriff in arabischen Ländern hohe Preise. Der einst als vorbildlich angesehene Naturschutz in Simbabwe ist infolge der chaotischen Landreform unter Druck geraten. Viele von bitterer Armut bedrohte Menschen versuchen auch mit Hilfe der Wilderei, ihr Überleben zu sichern.

Symbolbild