26.05.2007 13:13 |

Brutale Hinrichtung

Hinrichtung mit Giftspritze zog sich stundenlang hin

Eine Hinrichtung im US-Bundesstaat Ohio hat sich fast zwei Stunden hingezogen, weil die Mediziner keine Vene für die tödliche Spritze fanden und regelrecht im Arm herumstocherten. Zwischendurch sei dem Verurteilten Christopher Newton sogar noch eine Pinkelpause gewährt worden, berichtete die Zeitung "Columbus Dispatch" am Freitag.

Die Leitung des Gefängnisses erklärte, der 37-jährige Häftling sei so übergewichtig gewesen, dass es einfach schwer gewesen sei, in seinem fülligen Arm eine Vene zu finden. Der Mann wiegt 120 Kilogramm. Während der ganzen Zeit habe Newton, der in der Vergangenheit mehrfach wegen psychischer Probleme aufgefallen war, mit den Wärtern gescherzt und immer wieder laut gelacht.

Proteste von Bürgerrechtlern
Die Bürgerrechtsorganisation ACLU in Ohio verlangte angesichts der jüngsten Panne bei einer Hinrichtung ein sofortiges Ende der Todesstrafe. Gouverneur Ted Strickland erklärte dagegen, der Zwischenfall sei kein Grund für eine Änderung der Politik.

Mord wegen eines Schachspiels
Der Mann war zum Tode verurteilt worden, weil er 2001 im Gefängnis einen Mithäftling getötet hatte, weil dieser bei einem Schachspiel vorzeitig aufgegeben hatte. Ins Gefängnis kam er ursprünglich, weil er in das Haus seines Vaters eingebrochen war. Er ist der 19. Todeskandidat, der 2007 in den USA hingerichtet wurde.