23.05.2007 12:14 |

Schwer verletzt

Sorge um verirrte Wale in Kalifornien wächst

Die verirrten Wale "Dawn" und "Delta" in Kalifornien bereiten Wissenschaftlern immer größere Sorgen. "Ihre Wunden sind mit der Zeit schlimmer geworden und ihre Haut ist nicht mehr weich und glänzend sondern rau und gefleckt", sagte die Biologin Frances Gulland am Dienstag am Ufer des Sacramento Rivers. Vor über einer Woche hatten sich das Muttertier und ihr Junges in dem Fluss verirrt.

Auf ihrem falschen Kurs vom Pazifischen Ozean in die Bucht von San Francisco und weiter Inland Richtung Sacramento waren sie vermutlich von Schiffsschrauben am Rücken verletzt worden.

Wissenschaftler und Tierschützer hatten am Dienstag weiter versucht, das Meeressäuger-Duo mit lauten Geräuschen auf Trab zu bringen und flussabwärts Richtung Ozean zu weisen. Doch seit Sonntag machte die auf den Namen "Delta" getaufte Mutter und ihr "Dawn" genannter Sprössling dabei kaum Fortschritte. An einer Brücke nahe Rio Vista zogen sie weiter Kreise und tauchten immer wieder unter einer Schiffs-Flotte durch, die ihnen eigentlich den Kurs nach Nordosten - weg vom Ozean - versperren sollte.

Am Montag griffen die Wissenschaftler erstmals zu drastischeren Mitteln. Von den Booten aus versenkten sie drei Meter lange Metallrohre in den Fluss und schlugen mit einem Hammer darauf ein, um laute Töne zu erzeugen. Die Methode ist allerdings umstritten, denn der Krach könnte die ohnehin gestressten Tiere noch mehr irritieren.