01.05.2007 12:45 |

Kein gutes Resümee

Terror in der Welt seit 2006 um 25% gestiegen

Die Zahl der Terroranschläge weltweit ist der US-Regierung zufolge im vergangenen Jahr vor allem wegen der Gewalt im Irak um mehr als ein Viertel gestiegen. Bei den über 14.000 Anschlägen wurden rund 20.000 Menschen getötet, rund 3.000 mehr als im Jahr zuvor.

Dem Länderbericht des US-Außenministeriums über den Terrorismus zufolge passierten 45 Prozent aller Terroranschläge weltweit im Irak. Dabei sind nach Angaben des State Department 13.000 Menschen, also weit mehr als die Hälfte aller Opfer insgesamt, getötet worden.

Die US-Regierung zieht mehr als fünf Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 eine gemischte Bilanz des weltweiten Anti-Terror-Kampfes. Einerseits seien erfolgreiche Schläge gegen Terrororganisationen und deren Anführer gelungen. Andererseits gebe es weiterhin Länder, die Terrorismus förderten.

Da schau her: Lob für Österreich!
Zu Österreich wird in dem Bericht unter anderem auf ein Treffen zum Thema Sicherheit auf Ebene der Justiz- und Innenminister während der EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2006 verwiesen, sowie auf den EU-USA-Gipfel mit US-Präsident Bush im Juni in Wien. Österreich habe „interkulturelle Dialoge als Präventivstrategie gegen Radikalisierung und die Isolation ethnischer und religiöser Gruppen“ gefördert. Zudem wird festgehalten, dass Österreich über umfassende rechtliche Rahmenbedingungen zur Bekämpfung von Geldwäsche und der Finanzierung von Terrorismus verfüge.

Kritik an der EU – weil sie nicht radikal genug ist
Zur Lage in Europa schreibt das US-Außenministerium, dass es zwar 2006 keinen größeren Terroranschlag gegeben habe, dass aber vereitelte Anschläge und die wachsende Radikalisierung von jugendlichen Einwanderern Grund zur Sorge bereiteten. Außerdem gebe es in Europa Netzwerke, die Terrorgruppen unterstützten. Die Europäische Union wird kritisiert, weil sie zögere, die Vermögen von Wohlfahrtsorganisationen einzufrieren, die die radikal-islamische Hamas-Bewegung in den Palästinensergebieten oder die schiitische Hisbollah im Libanon unterstützten.