30.04.2007 22:53 |

Denkmal-Streit

Kriegerdenkmal in Tallinn wieder aufgestellt

Das sowjetische Kriegerdenkmal, dessen Entfernung aus dem Zentrum der estnischen Hauptstadt Tallinn zu Krawallen geführt hatte, ist am Montag auf einem Militärfriedhof wieder aufgestellt worden. Die Statue wurde auf einen eigens errichteten Unterbau gehoben. Am 8. Mai, dem Gedenktag zum Ende des Zweiten Weltkriegs, soll das Rotarmisten-Denkmal eingeweiht werden.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums hatte zuvor mitgeteilt, dass das Denkmal in den kommenden Wochen von einem Zaun gesichert werde, bis der Platz spätestens im Juni vollständig fertig gestellt sei. Alles werde so aussehen wie am früheren Standort.

Der etwa zweieinhalb Meter hohe Bronze-Soldat war in der Nacht zu Freitag abgebaut und an einen geheimen Ort gebracht worden. In dieser und der darauf folgenden Nacht hatten sich pro-russische Jugendliche gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert, bei denen ein junger Russe getötet und rund 160 Menschen verletzt wurden. Randalierer beschädigten Gebäude und plünderten Läden. Für die Russen in Estland ist das Ehrenmal Symbol des Widerstands gegen die Nazi-Diktatur, bei den Esten weckt es Erinnerungen an die sowjetische Besatzung nach dem Zweiten Weltkrieg.