29.03.2007 16:32 |

Mit Überschall

MACH - Modified Air Combat Heroes

Wir schreiben das Jahr 2049. Die Piloten der Luftstreitkräfte wurden zu ihrem eigenen Schutz ausgemustert und gegen vollautomatisierte Drohnen ersetzt. Die ihres Lebensunterhalts und -inhalts beraubten Piloten finden sich in "MACH" jedoch recht bald im Untergrund zu spannenden Luftrennen und -gefechten zusammen.

Würde die Hintergrundgeschichte aber nicht in der offiziellen Presseaussendung erläutert werden, der Spieler würde sie wohl nie erfahren. Im Game selbst ist davon auf jeden Fall nichts zu merken.

Zwar bietet das Spiel neben einem schnellen Arcade- auch einen Karriere-Modus, doch auch hier ist von der Story weit und breit keine Spur. Stattdessen stürzt sich der Spieler als Fliegerass der Zukunft von einem Wettkampf in den nächsten.

Neben Rennen, bei denen der Spiele die insgesamt fünf Strecken vorwärts, rückwärts und in einer Kurzvariante befliegen kann, gibt es auch Luftgefechte, in denen nach feinster Mario-Kart-Manier Power-Ups (Lenkraketen, Turbo-Boost, etc.) gesammelt werden dürfen, um die Gegner in einer "Arena" vom Himmel zu schießen.

Wer als Erster über die Ziellinie fliegt oder am meisten Abschüsse zu verzeichnen hat, bekommt eine Prämie, mit der wiederum die insgesamt elf Flugzeugtypen mit zusätzlichen Kanonen, einem besseren Motor oder anderen Extras aufgerüstet werden können.

Kaum abwechslungsreicher geht es im Herausforderungs-Modus zur Sache. Nach fünf erfolgreich absolvierten Disziplinen (Rennen, Fights, kleine Aufgaben auf Zeit oder beispielsweise das Einsammeln von Münzen) wird der Schwierigkeitsgrad ein wenig angehoben, am Gameplay ändert sich jedoch nichts.

Durchwegs überzeugen kann hingegen die grafische Präsentation von "MACH". Das Gefühl von Geschwindigkeit wird durch nettes Rauschen ansprechend vermittelt, hinzu gesellen sich kleine Wasserspritzer auf dem Display oder nette Sonneneffekte. Auf musikalischer Seite wird hingegen wieder recht gewöhnliche Techno-Durchschnittsmusik geboten.

Wer sich zu guter Letzt auch noch mit Freunden messen möchte, kann über WLAN mit bis zu acht Spielern in einem Ad-hoc-Spiel oder Game Sharing gegeneinander antreten. Beim Game Sharing steht allerdings nur eine Map zur Verfügung, auf der zudem nur Kämpfe und keine Rennen ausgefochten werden können.

Fazit: Die Präsentation von "MACH" kann sich sehen lassen und auch die Steuerung geht leicht von der Hand, um so einen sehr raschen Einstieg in das zumindest anfangs noch recht fesselnde Gameplay zu erleichtern. Nach ein paar Rennen und Gefechten ist die Luft jedoch raus und die stets wiederkehrenden Elemente und Strecken sowie der maue Karriere-Modus bieten nur wenig Anreiz, sich längerfristig mit dem Spiel auseinanderzusetzen.

Plattform: PSP
Publisher: Sierra / Vivendi Games
Krone.at-Wertung: 56%

von Sebastian Räuchle

Montag, 17. Mai 2021
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