22.03.2007 09:31 |

Keine Einigung

Pekinger Atomgespräche mit Nordkorea gescheitert

Die neue Runde der sechsseitigen Verhandlungen über den Abbau des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms in Peking ist gescheitert. Der Chefunterhändler Nordkoreas, Vizeaußenminister Kim Kye Gwan, reiste am Donnerstag überraschend ab. Zuvor hatten die anderen Unterhändler bei den Sechs-Länder-Gesprächen (Nord- und Südkorea, USA, China, Japan und Russland) noch versucht, die Runde zu verlängern.

Hintergrund des Scheiterns sind die Verzögerungen bei der Überweisung der freigegebenen 25 Millionen US-Dollar aus Macao auf ein nordkoreanisches Konto in China. Ohne das Geld hatte Nordkorea nicht an den Montag aufgenommenen Gesprächen teilnehmen wollen.

Der Geldtransfer wurde unter anderem deswegen verzögert, weil die Bank of China die Annahme verweigert hatte. Die chinesische Bank wollte offenbar nichts mit Finanzmitteln zu haben, die nach US-Angaben aus Geldwäsche und -Fälschung oder dunklen Geschäften stammen.

Bei den Gesprächen wollten Nordkorea, die USA, China, Südkorea, Japan und Russland eigentlich über Details der im Februar vereinbarten Schließung der nordkoreanischen Atomanlagen innerhalb von 60 Tagen und ihrer anschließenden Beseitigung sprechen.