02.03.2007 17:34 |

Zu Unrecht entlassen

Toni Polster gewinnt Prozess gegen die Austria

Austria-Wien-Legende Toni Polster hat den Rechtsstreit mit seinem langjährigen Arbeit- und Geldgeber auch in der Berufungsinstanz für sich entschieden. Laut Polsters Anwalt muss die Austria ihrem langjährigen Stürmer und späteren Generalmanager auf Grund der nicht gerechtfertigten Entlassung im Mai 2005 zwischen 400.000 und 500.000 Euro zahlen.

Den Wienern bleibt nun theoretisch eine weitere Möglichkeit der Berufung, nämlich eine außerordentliche Revision. Dabei müsste die Austria jedoch den Obersten Gerichtshof überzeugen, dass in diesem Fall Fundamentales falsch gelaufen sei.

Noch nicht rechtskräftig
Austria-Manager Kraetschmer bestätigte, dass das Urteil derzeit von den Vereins-Juristen geprüft wird. „Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig“, weiß der Manager, der meinte, dass die Verurteilung kein Loch ins violette Budget reißen wird. Sobald wie möglich soll entscheiden werden, ob man neuerlich berufen wird.

„Stronach war überzeugt, dass er gewinnen wird“
Warum es zu keiner außergerichtlichen Einigung zwischen den Parteien gekommen ist, konnte Polsters Anwalt nicht beantworten. „Das muss man die Austria fragen. Anscheinend war Frank Stronach davon überzeugt, dass er gewinnen wird. Und wahrscheinlich hat er seinen Befehlsempfängern gesagt, dass es keinen Vergleich gibt.“

Prozess wegen Stadion-Hausverbot läuft noch
Stronach muss nun Polsters Gehalt bis zum offiziellen Vertragsende Ende 2007 zahlen und natürlich auch Zinsen und Gerichtskosten übernehmen. Das gerichtliche Match zwischen der Austria und Polster ist noch lange nicht vorbei, denn der Prozess um das gegen Polster verhängte Hausverbot fürs Horr-Stadion läuft weiter.

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