TOPS
Anja Pärson: Nach einer verkorksten Weltcup-Saison war Anja Pärson bei "ihrer" WM in Aare wieder groß da. Mit Gold in Abfahrt, Super-Kombination und Super-G sowie Silber im Teambewerb und Bronze im Slalom wurde die 25-Jährige mit fünf Medaillen zum absoluten Superstar der Titelkämpfe.
Aksel Lund Svindal: Der Norweger verließ seine halbe Heim-WM nahe der Grenze mit zwei Goldenen um den Hals. Der Modellathlet und Leader im Gesamtweltcup triumphierte in Abfahrt und Riesentorlauf.
Mario Matt: Mit 1,81 Sekunden Vorsprung gewann der völlig entfesselte Tiroler den WM-Slalom. Für den Tiroler war es sechs Jahre nach St. Anton der zweite Slalom-WM-Titel. Dazwischen lagen eine schwere Schulterverletzung und ein hartnäckiges Formtief.
ÖSV-Damen: WM-Medaillen in allen Disziplinen: ein Mal Gold (Nicole Hosp), ein Mal Silber (Marlies Schild) und drei Mal Bronze (Hosp, Schild, Renate Götschl), dazu der Beitrag zu Teamgold.
Außenseiter: Es war eine WM, bei der viele Favoriten scheiterten. Die Sensation war gleich die Auftakt-Goldene des Südtirolers
Patrick Staudacher im Super-G. Außenseiter auf dem Podest waren auch Daniel Albrecht (SUI), Sarka Zahrobska (CZE), Jan Hudec (CAN), Patrik Järbyn (SWE), Maria Pietilä-Holmner (SWE), Manfred Mölgg (ITA) und Jean-Baptiste Grange (FRA).
Schweiz: Ohne eine einzige Medaille hatten die Eidgenossen die Weltmeisterschaften vor zwei Jahren in Bormio und Santa Caterina
verlassen, diesmal waren es sechs.
Königshaus: König Carl XVI. Gustaf, Königin Silvia und Kronprinzessin Victoria waren von der Eröffnungsfeier bis zur Schlusszeremonie oft gesehene Gäste und Zuschauer.
FLOPS
Bode Miller: Wie bei Olympia 2006 verließ US-Boy Bode Miller auch Aare ohne eine einzige Trophäe. In den WM-Nächten in Aare räumte der 29-Jährige dafür aber wieder groß ab, im schwedischen Nightlife gewann Miller das Rennen um den "König der Nacht"...
Hermann Maier: Zum ersten Mal in seiner Karriere verließ der Flachauer ein Großereignis ohne Medaille. Im Super-G schrammte der Salzburger nur um 0,04 Sekunden am Podest vorbei, in Abfahrt und Riesentorlauf blieb Maier dann weit hinter den Erwartungen zurück. Hinzu kamen die ungewohnt harten Kritiken von Armin Assinger und Franz Klammer.
Schwedens Slalom-Herren: Die schwedische Slalom-Armada war mit extrem hohen Erwartungen in den letzten Einzelbewerb der Heim-WM gegangen. Kein Wunder, denn Shooting Star Jens Byggmark, Andre Myhrer und Markus Larsson hatten im bisherigen Weltcup für vier Siege gesorgt. Am "Tag X" gingen sie dann jedoch gänzlich leer aus.
ÖSV-RTL-Herren-Team: Maier (21.), Rainer Schönfelder (25.), Benjamin Raich, Hannes Reichelt und Christoph Gruber (allesamt ausgeschieden) sorgten für das schlimmste ÖSV-RTL-Debakel der WM-Geschichte.
Team USA: Drei Silbermedaillen durch Lindsey C. Kildow (Abfahrt, Super-G) und Julia Mancuso (Kombination) waren die Ausbeute der Damen, im abschließenden Teambewerb am Sonntag präsentierte sich die US-Mannschaft aber mehr als peinlich: Sechs der acht Läufer landeten in ihren Serien wegen Ausfalls oder Verspätung an letzter Stelle.
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