18.02.2007 12:27 |

Berlinale

Goldener Bär geht nach China

Der chinesische Film "Tuyas Ehe" von Wang Quan'an hat den Goldenen Bären der Internationalen Filmfestspiele Berlin gewonnen. Der poetische Film schildert den schweren Alltag einer nach Selbstständigkeit strebenden Frau in der inneren Mongolei. Der Berlinale-Wettbewerbsbeitrag des österreichischen Regisseurs Stefan Ruzowitzky, die deutsch-österreichische Ko-Produktion "Die Fälscher", ging leer aus.

Auch Schauspieler Karl Markovics, Hauptdarsteller in "Die Fälscher", dem Chancen auf eine Darsteller-Preis eingeräumt wurde, erhielt keinen Preis. Die österreichische Regisseurin Anja Salomonowitz war bereits am Freitagabend im Rahmen der Berlinale für ihren Film "Kurz davor ist es passiert" mit dem Caligari-Filmpreis geehrt worden. Die vom deutschen Bundesverband kommunale Filmarbeit vergebene Auszeichnung ist der wichtigste Preis des Internationalen Forums des Jungen Films.

Die deutsche Schauspielerin Nina Hoss wurde als beste Darstellerin mit dem Silbernen Bären der Internationalen Filmfestspiele Berlin ausgezeichnet. Hoss wurde für die Titelrolle in Christian Petzolds Drama "Yella" gewürdigt. Der Film erzählt vom Schicksal einer Ostdeutschen, die im Kapitalismus Fuß fassen will und scheitert.

"Großer Preis" geht nach Argentinien

Der Große Preis der Jury bei der 57. Berlinale ging an den argentinischen Film "Der Andere" ("El otro") von Ariel Otter über das Suchen und Finden von Identität. Der argentinische Schauspieler Julio Chavez wurde für seine Leistung in dem Film mit dem Silbernen Bären als bester Schauspieler ausgezeichnet.


Für die beste Regie bekam der in New York geborene und in Israel lebende Joseph Cedar für "Beaufort" einen Silbernen Bären. In dem auf Tatsachen beruhenden Film wird über die letzte israelische Einheit in einer Festung im Süd-Libanon vor dem Abzug im Jahr 2000 berichtet.


Robert de Niro ausgezeichnet

Auch Robert de Niros Film "The good Shepherd" ("Der gute Hirte") erhielt einen Bären: Das Schauspielerensemble bekam ihn für die beste künstlerische Leistung.
Montag, 21. Juni 2021
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