Di, 21. August 2018

Polizei angegriffen

02.01.2018 21:32

Afghanen wieder gewalttätig

Es vergeht leider kaum ein Tag, an dem es keine Meldungen über Zwischenfälle mit Asylwerbern gibt: Erst zu Silvester verzeichnete die Polizei Schlägereien und sexuelle Übergriffe. Nun prügelten sich drei jugendliche alkoholisierte Afghanen in einer Asylunterkunft im Pongau. Auch in der Stadt kam es zu einer Gewalttat.

Sie hatten sich irgendwo in St. Johann Alkohol besorgt und wollten anfangs friedlich in ihrer Asylunterkunft feiern.

Doch am Montagabend eskalierte die Situation. Es kam zu einer wilden Schlägerei. Die Heimleitung rief die Polizei zu Hilfe.

Die Beamten nahmen zuerst die Daten eines 17-Jährigen auf. Doch dann mischten sich immer mehr Betrunkene ein. Sie verhielten sich extrem aggressiv. Als ein weiterer 17-Jähriger mit einer blutenden Nase erschien, eskalierte die Lage vollends. Ein 16-Jähriger versuchte auf die Beamten loszugehen. Und der anfangs befragte 17-Jährige schlug sich plötzlich selbst mit der Faust mehrmals ins Gesicht.

Die drei Afghanen konnten schließlich von den Beamten überwältigt und abgeführt werden. Auch auf der Polizeiinspektion wollten sie sich anfangs nicht beruhigen. Nachdem Rot-Kreuz-Sanitäter sie versorgt hatten, konnten sie schließlich doch noch alle befragt werden. Die verletzten 17-Jährigen wurde ins Spital nach Schwarzach gebracht, der 16-Jährige in seine Unterkunft. Die drei wurden bei Gericht angezeigt.

In der Landeshauptstadt überfielen in der Nacht zum Dienstag zwei - wie das Opfer angab - Afrikaner einen 21-jährigen Iraker. Einer der Männer hielt ihn fest, der andere prügelte auf ihn ein. Der Iraker setzte sich zur Wehr, da ließen die Unbekannten von ihm ab. Das Opfer glaubt, dass sie ihm das Handy und die Geldbörse rauben wollten. Der Verletzte wurde ins Landeskrankenhaus gebracht.

INTERVIEW - "Nicht alle vorverurteilen"

Dr. Johannes Dines, der Direktor der Salzburger Caritas, verurteilt Kriminalität. Er bittet aber darum, nicht alle Asylwerber in einen Topf zu werfen.

Herr Dines, in den vergangenen Tagen gab es mehrere Schlägereien zwischen Asylwerbern. Sind diese gewaltbereiter?
Nein, man muss ihre Situation verstehen. Bei diesen Vorfällen war Alkohol im Spiel, unter diesem Einfluss fangen auch Einheimische oft zu raufen an. Außerdem muss ich betonen, dass 3200 Menschen in Asylunterkünften sind. Da sind die paar Vorfälle umgerechnet auf die Anzahl der Menschen keine so große Sache.
Was kann noch dazu führen, dass Asylwerber in Salzburg aggressiv werden?
Diese Menschen haben Trauma erlebt, die Fluchterfahrung und dann gibt es Jugendliche, die ganz allein hier sind. Und nun werden sie in die Warteschleife gegeben, wissen nicht ob sie wieder weg müssen. Sie haben keine Perspektiven, das Herumsitzen löst Verzweiflung aus. Sie bräuchten Sozialkontakte und Aufgaben. Ich verurteile Kriminalität, aber man darf nicht alle in einen Topf werfen.

Manuela Kappes, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.

Nachrichten aus meinem Bundesland
Die Bekanntgabe Ihres Bundeslandes hilft uns, Sie mit noch regionaleren Inhalten zu versorgen.