29.10.2017 07:00 |

Bande aufgeflogen

Schlepper versteckten Frauen in Wiener Nobelhotel

Für Luxus-Schleppungen, die "Kunden" bis zu 16.000 Euro kosteten, tat sich ein Brite mit einem Griechen zusammen. Das Duo wollte Iranerinnen auf verschlungenen Wegen nach London schleusen. In Wien war auf dem Weg nach London Zwischenstation - die Damen weilten hier in Nobelsuiten eines Top-Hotels. Bei uns wurden sie jedoch ertappt!

Es ist aufmerksamen Grenzbeamten des Flughafens in Wien-Schwechat zu verdanken, dass der gut funktionierende Zwei-Mann-Schlepperring überhaupt aufflog. Denn sie stoppten eine junge Iranerin, die mit gefälschtem griechischen Pass nach London weiterfliegen wollte. Die Airport-Kriminalisten konnten die Spur der 28-Jährigen bis in die Luxussuite eines Wiener Hotels verfolgen. Dort warteten weitere drei Damen mit getürkten rumänischen Reisedokumenten in der Handtasche auf die weitere Schleusung.

Praktisch für die Fahnder: Im Hotelzimmer schauten auch die beiden Schlepper, ein in Newcastle lebender Iraner und ein Grieche, vorbei. Die beiden hatten Einnahmen in beträchtlicher Höhe eingesteckt.

Sofort übernahm das Landeskriminalamt Niederösterreich die Ermittlungen. Erste Erkenntnisse, die Route betreffend: Sie führte vom Iran über Istanbul nach Belgrad und dann mit dem Zug nach Wien. London wäre oder war Endstation - weitere Fälle werden vermutet!

Mark Perry und Gregor Brandl, Kronen Zeitung

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