Di, 17. Juli 2018

Köln-Krise

21.09.2017 17:07

Peter Stöger: "Haue nicht auf die Spieler drauf!"

Peter Stöger ist vom Pleiten-Start des 1. FC Köln "nicht ganz überrascht" und betont im "Krone"-Interview: "Es ist eine schwierige und zugleich interessante Aufgabe. Ich muss stressresistent sein und will meine Idee durchziehen."

"Krone":Null Punkte nach fünf Runden in der deutschen Bundesliga, dazu in der Europa League das 1:3 bei Arsenal - was fällt einem zu so einem Horror-Start noch ein?
Peter Stöger: Ich bin nicht ganz überrascht, dass so etwas passiert ist, ist auch anderen schon passiert, jetzt ist so eine Phase, wo es uns auf gut Wienerisch hineinregnet. Ich suche aber jetzt keine Ausreden wie mögliche Fehlentscheidungen auch des Video-Schiedsrichters, schaue nur, wie wir da wieder rauskommen.

Zu Beginn der Saison 2006/07 gab es für das Austria-Betreuerduo Peter Stöger (Sportchef)/Frenkie Schinkels (Trainer) erst in der neunten Runde den ersten Sieg - hilft Ihnen diese damalige Negativphase jetzt in Köln?
Nein, überhaupt nicht. Jede Situation ist anders, kann nicht miteinander verglichen werden.

Wie ist dann ihr jetziges "Rezept", um aus der Krise rauszukommen?
Ich kenne die Spieler, deren Charaktere, auf sie draufzuhauen ist der falsche Weg. Wir haben in Köln in den letzten vier Jahren mit der Mannschaft vieles richtig gemacht, diese Idee wollen wir weiter durchziehen.

Während des Spiels sind Sie als Trainer machtlos, wenn einer Ihrer Spieler aus fünf Meter die Kugel nicht im leeren Tor unterbringt zum Beispiel. Aber was kann man davor und danach tun?
Ich muss jetzt vor allem stressresistent sein, dies den Spielern vorleben. Das ist jetzt die harte Trainerarbeit, wenn ich es nicht vorlebe, kann ich es von den Jungs auch nicht verlangen.

Was beim 1. FC Köln mit seinen leidenschaftlichen Fans nicht leicht sein dürfte, offiziell stehen ja alle Klub-Entscheidungsträger weiter voll hinter ihnen.
Ob der Verein zu dir steht oder nicht, ändert nichts an der Marschrichtung. Als Trainer musst du abliefern, Spiele gewinnen, endlich einmal anschreiben.

Auch wenn man jetzt eine positive Serie starten kann - man wird wohl noch länger im Keller bleiben.
Wir werden mindestens bis zum Winter da unten drinstecken. Die Aufgabe ist schwierig und interessant zugleich. Aber ich bin guter Hoffnung, weil ich meine Truppe kenne, weiter Vertrauen in sie habe.

Peter Klöbl, Kronen Zeitung

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