Sa, 15. Dezember 2018

Schlecht integriert

21.09.2017 07:48

EU-Studie: Muslime fühlen sich bei uns oft fremd

Im Wahlkampf sind Integration und der Islam bedeutende Themen - brisant daher eine aktuelle EU-Studie, die zeigt, wie zugewanderte Muslime zu ihrer neuen Heimat Österreich stehen. Das Ergebnis: Bei uns fühlen sich mehr Muslime fremd als in anderen Staaten. Nur in Italien und in den Niederlanden fiel das Ergebnis der Umfrage noch schlechter aus.

Die EU-Grundrechteagentur führte die repräsentative Umfrage durch, um herauszufinden, wie stark sich Muslime der ersten und zweiten Generation in 15 Ländern ihrer neuen Heimat zugehörig fühlen. Im Vergleich zu anderen Staaten schneidet Österreich dabei schlecht ab - das Zugehörigkeitsgefühl der Muslime rangiert im unteren Viertel. In Finnland, Schweden und Großbritannien dagegen fühlen sich mehr Menschen integriert und heimisch.

Ein Drittel der Österreicher will keine muslimischen Nachbarn
Die Skepsis in Österreich beruht auf Gegenseitigkeit. So zeigte bereits eine Midis-II-Studie aus dem Jahr 2008, dass ein Drittel der Österreicher dem Islam misstrauisch gegenübersteht. 31 Prozent gaben damals an, keine muslimischen Nachbarn haben zu wollen.

Was andere Religionen betrifft, sind die Muslime in der EU toleranter, als man vielleicht annehmen würde. Während in der aktuellen Umfrage 30 Prozent der Gesamtbevölkerung in einer Befragung angaben, sie würden eine Beziehung ihrer Kinder mit Muslimen nicht gutheißen, lehnen nur 17 Prozent der Muslime eine Heirat eines Familienmitglieds mit einem Partner, der einer anderen Religion angehört, ab. Vier von fünf befragten Muslimen haben Freunde mit anderer Religion oder anderem ethnischem Hintergrund.

Was Homosexualität betrifft, zeigen sich Muslime allerdings weniger tolerant: 23 bzw. 30 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, keine Homosexuellen bzw. Transsexuellen als Nachbarn haben zu wollen.

Gewalt bei Islam-Herabwertung? - Elf Prozent sagen Ja
Erschreckend: Wenn der Islam herabgewertet wird, halten es elf Prozent der Muslime für in Ordnung, Gewalt anzuwenden. In der Gesamtbevölkerung stimmen nur vier Prozent zu, dass Gewalt akzeptabel sei, wenn ihre Religion beschimpft wird.

Der österreichischen Exekutive wird übrigens ein gutes Zeugnis ausgestellt: Nur 14 Prozent der Befragten gab an, in Österreich aus ethnischen Gründen kontrolliert worden zu sein - im Gesamtdurchschnitt aller 15 EU-Staaten, die bei der Umfrage einbezogen wurden, waren es 32 Prozent.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
„Alle ins Boot“
Hasenhüttl „besticht“ Southampton-Fans mit Bier
Fußball International
300.000 Dollar futsch!
Transporter verliert Geld - und alle greifen zu
Video Viral
18. Bundesliga-Runde
Innsbruck gegen den WAC JETZT LIVE
Fußball National
18. Bundesliga-Runde
JETZT LIVE: Kann LASK seine Serien fortsetzen?
Fußball National
18. Bundesliga-Runde
JETZT LIVE: Setzt Sturm den Erfolgslauf fort?
Fußball National
Citizens wieder Leader
3:1-Heimsieg von Manchester City gegen Everton!
Fußball International
Gegen Bochum
Zulj-Jubel! Tor beim 2:0-Heimsieg von Union Berlin
Fußball International
Günther auf Platz 16
Da Costa gewann Formel-E-Auftakt in Diriya!
Motorsport

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.