Dialoge 2017

Erstaunliche Art, Musik zu schreiben

Salzburg
12.09.2017 18:19

Ganz im Sinne des Kulturaustausches der Achse Salzburg-Wien-Prag ist heuer der tschechische Komponist Miroslav Srnka die zeitgenössische Zentralfigur der Dialoge. Das Festival sorgt für eine Mehrfach-Illuminierung der Stiftung, Mozarteumorchester und Bachchor für ideales Lokalkolorit.

1990 war er das erste Mal in Salzburg: "Als 15-jähriger Schüler mit einem Touristen-Bus, Geld für eine Festspielkarte hätte ich nicht gehabt", erzählt der diesjährige Dialoge-Composer in Residence, der in Prag lebende Miroslav Srnka. Anfangs der Nuller-Jahre, so erinnert sich der Komponist bei der Präsentation im Mozarteum, war er dann erstmals bei Festspielen hier. "Simon Rattle dirigierte, aber es war nicht im Sommer, sondern Ostern oder Pfingsten."

Dialoge 2017 - das sagt Komponist Miroslav Srnka über den großen Meister

Sie hinterfragen Naturphänomene am 2.12.im Wiener Saal (Bild: Büro Alba)
Sie hinterfragen Naturphänomene am 2.12.im Wiener Saal

Soweit zum Smalltalk mit dem 42-jährigen, der sich "primär als Europäer" fühlt und als eine Art Star der Musik von Heute (Dialoge-Motto) gilt. Maren Hofmeister, künstlerische Leiterin der Stiftung Mozarteum mit (selbst gewähltem?) Ablaufdatum, betont die Resonanz auf seine Doppel-Oper "South-Pole"als der Magnet zeitgenössischer Werke an der Bayerischen Staatsoper: "12.606 Besucher in der Statistik 2015/16 sind ein Höchstwert." Das hatte in der Form auch Srnka noch nie gehört, der sich zum Salzburger Ur-Maestro wie folgt äußert: "Mozart hatte eine absolut erstaunliche Art, Musik zu schreiben. Und alles war von Liebe zu den Menschen geprägt."

Er selber steht vom 30.11. bis 3.12. mit seinen Werken ’My life without me’ (Sopran&Ensemble, Eröffnung) in der Folge mit 13 Liedern, Engrams und Streicherkompositionen im Mittelpunkt. Zu den Dialogen bezüglich Naturphänomenen sind auch die TV-bekannten "Science Busters" am Wort. Das große Finale am Sonntag gehört dem Requiem des Genius loci im Großen Saal mit "Hausorchester" und Salzburger Bachchor.

Roland Ruess, Kronen Zeitung

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