11.12.2006 15:14 |

Acht Tote

Heizkessel explodiert: Halbes Haus stürzt ein

Eine Explosion in einem Militär-Wohnblock in der südosttürkischen Stadt Diyarbakir hat am Montag womöglich bis zu acht Menschen das Leben gekostet. Eine Frau und zwei Kinder wurden bis zum Nachmittag tot aus den Trümmern des fünfstöckigen Hauses geborgen, berichteten türkische Medien. Rettungstrupps der Armee, der Feuerwehr und des Zivilschutzes suchten weiter nach fünf Verschütteten, die in dem Trümmerberg vermutet wurden. Nach Angaben der Behörden wurde das Unglück durch einen explodierenden Heizkessel im Keller des Gebäudes ausgelöst.

Der Wohnblock in einer vom Militär bewachten Siedlung, in der Angehörige der Armee und ihre Familien wohnen, war nach der Explosion am Morgen teilweise eingestürzt. Während die eine Hälfte des Gebäudes völlig wegbrach, blieb die andere Hälfte stehen. In den ersten Stunden nach dem Einsturz wurden acht Bewohner lebend aus den Trümmern gerettet. Die zwei Männer sowie sechs Frauen und Kinder wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Heizungsinstallateur verhaftet
Die Explosion war nach Angaben der Provinzverwaltung von Diyarbakir durch einen defekten Heizkessel ausgelöst worden. Ein Heizungsinstallateur, der am Vorabend Wartungsarbeiten ausgeführt haben soll, wurde festgenommen. Schätzungen zufolge wohnten rund 40 Menschen in dem Haus. Wie viele Bewohner sich zum Zeitpunkt der Explosion in den zehn Wohnungen aufhielten, ist noch nicht völlig geklärt.

Nach der Welle von Anschlägen kurdischer Extremisten im Sommer hatten türkische Medien zunächst nicht ausgeschlossen, dass es sich um einen Sabotageakt gehandelt haben könnte.