Sa, 15. Dezember 2018

"Gegenoffensive"

06.09.2017 06:02

Nordkorea: Neue Drohung in irrem Machtkampf

Kein Ende der wilden gegenseitigen Drohungen zwischen Nordkorea und der USA: Nachdem Machthaber Kim Jong Un einen weltweit verurteilten Atomtest durchführen ließ, Donald Trump daraufhin ebenfalls mit den Einsatz von nuklearen Waffen drohte und zudem Südkorea die militärische Aufrüstung zusicherte, geht das gefährliche Matchspiel nun in die nächste Runde: Nordkorea kündigt für den Fall neuer Sanktionen wiederum Gegenmaßnahmen an.

Das Außenministerium in Pjöngjang unterstellte den USA in diesem Zusammenhang, eine feindselige Politik und dazu eine "hektische Sanktionskampagne" zu betreiben. "Wir werden auf die verabscheuungswürdigen Sanktionen und den Druck der USA mit unserer eigenen Art der Gegenoffensive antworten", wurde ein Ministeriumssprecher am Dienstagabend von den Staatsmedien zitiert. Welche Art von Maßnahmen ergriffen werden sollen, blieb jedoch unklar.

Nordkorea ist "voll entwickelte Atommacht"
Die USA sollten nicht vergessen, dass Nordkorea eine "voll entwickelte Atommacht ist, die im Besitz von Interkontinentalraketen (ICBM) wie auch einer Atom- und Wasserstoffbombe" sei, hieß es. Der Sprecher habe auf eine Frage mit Blick auf neue Sanktionen geantwortet. Nordkorea hatte am Sonntag eigenen Angaben zufolge eine Wasserstoffbombe getestet, mit der eine ICBM bestückt werden soll.

Die USA werfen Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un vor, einen Krieg provozieren zu wollen und dringen im UNO-Sicherheitsrat auf "größtmögliche Sanktionen". Der Rat war am Montag wegen des sechsten und bisher größten Atomtests durch Nordkorea auf Antrag der USA, Japans, Frankreichs, Großbritanniens und Südkoreas zunächst zu einer Sondersitzung zusammengekommen. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres hatte den Atomwaffentest als weitere Verletzung internationaler Abkommen verurteilt.

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