Praxen überlastet:

Neue Kinderarzt-Stelle soll Lücke in Linz füllen

Mit seinem Pensionsantritt im Jänner hat Kinderarzt Wolfgang Tiefenthaller eine Lücke in Linz hinterlassen. Die Ordinationen der verbliebenen Kollegen platzen seither aus allen Nähten! Zum zehnten Mal ist die freie Kassenstelle in Urfahr nun ausgeschrieben, wobei Ärztekammer und Gebietskrankenkasse die Geduld verlieren: Mittlerweile wurde sogar eine neue Stelle geschaffen!

Seit Frühjahr 2016 gab es nur einen einzigen Interessenten für die freie Stelle mit Kassenvertrag in Linz-Urfahr. Bis 7. September werden nun wieder Bewerbungen entgegengenommen. Und dieses Mal versuchen es Gebietskrankenkasse und Ärztekammer mit allen Mitteln: "Wir haben den Sprengel ausgeweitet, zu Urfahr nun also auch Linz-Mitte dazugenommen", hofft Harald Schmadlbauer von der GKK nun auf etwas mehr Glück.

Auf zehn Stellen aufgestockt

Denn die Vereinbarung, dass Tiefenthallers überforderte Kollegen dessen tausende Patienten mitbetreuen, gilt nur noch bis Jahresende. Noch dazu ist der Ansturm in der kalten Jahreszeit erfahrungsgemäß größer, als im Sommer. Die GKK sah sich daher sogar gezwungen, eine weitere Stelle im Linzer Süden zu schaffen. Damit könnte es in Linz, wenn alles nach Plan läuft, bald zehn Kinderärzte mit Kassenvertrag geben. "Hauptsache ist, dass alle Kinder gut versorgt sind, und das ist derzeit der Fall. Wir hoffen aber natürlich, dass wir beide verfügbaren Stellen rasch besetzen können", so Schmadlbauer.

Lücke muss dringend gefüllt werden

Hermann Pramendorfer, Fachgruppenobmann der Ärzteammer für Kinderheilkunde und selbst Kinderarzt in Steyr, kann das nur begrüßen. Ob sich jedoch für zwei Stellen Interessenten finden, wenn eine schon mehr als schwierig ist? "Das können wir nur hoffen. Die Aufteilung auf zwei Stellen erhöht vielleicht die Bereitschaft potenzieller Nachfolger. Auch die Örtlichkeit spielt eine große Rolle, eine Stelle am Froschberg konnte kürzlich problemlos nachbesetzt werden. Wichtig ist, dass zumindest ein Posten besetzt wird und sich die derzeitige Situation bessert."

Lisa Prearo, Kronen Zeitung

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