Ein Monat danach: Im Linzer Posthof blickten Thomas Maurer, Robert Palfrader und Florian Scheuba noch rasch auf 2025 zurück. Sie traten als „Wir Staatskünstler“ auf, bewährter „Aufräumtrupp der Nation“. Ihr Mix aus pointiertem Kabarett und herrlichen Bühnenmomenten ließ ein Jahr voller Wendungen, Skurrilitäten und Überraschungen vorüberziehen.
Lieblingsthema „Korruption“ und das aktuelle Fass ohne Boden: Der unfassbare amerikanische Präsident: Zielsicher und routiniert spielen sich Thomas Maurer, Robert Palfrader und Florian Scheuba die Bälle zu.
Elegante politische Satire, gepaart mit fundierter Recherche braucht keine Wuchteln, Witze oder gar plumpe Sprüche. Die Komik liegt in der Nähe zur Realität. Trotz der vielen Lacher und häufigem Zwischenapplaus kann einem da schon Mal das Lachen im Hals stecken bleiben.
2025 im Rückblick holt alles wieder raus
Da war der Rücktritt von Kanzler Nehammer im Dreikanzlerjahr, der fast schon vergessene ÖVP-Multitasker Schalli kriegt kurz wieder eine Bühne samt musikalischer Hommage „Wauns a Weh brauchts“. Die Staatskünstler beschäftigen sich lang mit Kurz, mit dem gefakten Video eines falschen Kurz, obwohl sie Kurz Falschheit generell unterstellen, um in einem Wirbel aus falsch, gefälscht und Fake, wild um sich zu schlagen.
Als „Linkslink versiffte Kommunistenzecken“ würde Trump sie wohl verurteilen, hätte er die Nummer mit der total unrealistischen Netflix-Serie gesehen, die erschreckend real Absurditäten und Kriminelles der Trump‘schen Regierung entblößt.
Autoindustrie und Neidgesellschaft
Die „patriotischen Korruptionsnostalgiker“ zerren nochmal die Gegengeschäfte der Eurofighter ans Licht. Und das Trio erklärt den Ukraine Krieg, entwickelt einen grausamen Friedensplan. Die deutsche Autoindustrie und Infrastruktur betrachten sie vom Denkmalschutz blockiert. Im Finale sitzen zwei bekannte ausgediente Politpensionisten am runden Tisch und ätzen über die typisch österreichische Neidgesellschaft.
Den großen Schlussapplaus unterbricht eine allerletzte Eilmeldung: „Die rebellischen Nonnen aus Salzburg haben sich für die Fußball-WM qualifiziert.“
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