Mi, 15. August 2018

600 Euro Strafe

29.08.2017 09:59

"War blöd": Rekrut richtet Sturmgewehr auf Kamerad

Ein paar Stunden ohne sein Handy - dieser Gedanke war einem Rekruten aus Wien in der Bolfraskaserne im niederösterreichischen Bundesheer offenbar zu viel. Er unterbrach daher seinen Wachedienst, um das geliebte Mobiltelefon zu holen. Als ihm ein Kamerad dabei über den Weg lief, richtete er sein Sturmgewehr gegen den geschockten Mann. Am Montag musste sich der 21-jährige werdende Vater nun vor Gericht verantworten.

"Ja, ich habe meinen Dienst nicht vorschriftsmäßig erledigt. Ich war als Wachsoldat auf Streife. Ich habe dann den Rundgang unterbrochen, um mein Handy aus der Unterkunft zu holen", wird die Aussage des 21-Jährigem vor dem Richter von der NÖN zitiert. Als er bei seinem illegalen Abstecher am 1. März dieses Jahres einem Kameraden begegnete, richtete der Beschuldigte sein Sturmgewehr in Anschlag samt angestecktem vollem Magazin auf sein Gegenüber.

"Ich wollte nie jemanden gefährden"
Im Prozess wegen gefährlicher Drohung und vorsätzlicher Wacheverfehlung zeigte sich der junge Mann, der in zwei Monaten Vater wird, zu den Vorwürfen geständig - und reumütig: "Ich habe nicht überlegt. Es war blöd. Ich wollte aber nie jemanden gefährden."

Aufgrund der bevorstehenden Vaterschaft sowie des bislang ordentlichen Lebenswandels des Angeklagten, entschied sich der Richter für eine milde Strafe: Gegen Bezahlung von 600 Euro wurde das Verfahren eingestellt. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig.

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