Di, 21. August 2018

Parken

18.08.2017 16:24

Beim Essen Kampfabstimmung verhindert

Das im Wiener Stil gehaltene Kaffeehaus "Wernbacher" von Bernhard Huemer hat eine große Tradition: Hier an der Franz Josef Straße stand die erste Espresso-Maschine Salzburgs. Und jetzt ist ein kleines, aber wichtiges Stück Polit-Geschichte geschrieben worden: Eine Einigung über die umstrittene Pendler-Maut.

Die "Krone" hat es bereits berichtet, jetzt sind uns weitere Einzelheiten bekannt: Der geschäftsführende Bürgermeister Harald Preuner hatte den grünen Planungsstadtrat Johann Padutsch und den roten Klubobmann und designierten Schaden-Nachfolger Bernhard Auinger zum Mittagessen eingeladen.

"Die Menschen sollten uns ruhig sehen," berichtet Preuner lächelnd, "wir haben ja keine Geheimnisse. In den Räumen, in denen einst das Kaffeehaus "Großglockner", während des Krieges ein Kinderhort und seit 1952 das "Wernbacher" untergebracht sind, gab es dann eine emotionslose Diskussion über die rechtlichen Bedenken gegen die Pendlermaut.

Für ihn sei, so sagt Preuner, die vernichtende Negativ-Stellungnahme der Landes-Juristen nicht wirklich überraschend gekommen.

Das sahen auch Padutsch und Auinger ein und deshalb ist die für die nächste Gemeinderatssitzung geplante Abstimmung vom Tisch.

Erfreulich insofern, da Stadtchef Heinz Schaden an diesem 20. September ein Abgang ohne Streit und Wortgefechte bereitet werden soll.

Was jetzt in der Stadt geschehen soll
Der von Rot und Grün befürwortete Amtsbericht über die Bewohnerzonen und Maut ist jedenfalls Makulatur.

Johann Padutsch wird einen neuen Bericht erstellen lassen. Damit sollen möglichst rasch in den stark betroffenen Teilen der Stadt rings um die Alpenstraße Kurzparkzonen eingeführt werden. Auch über die Automaten erzielten die drei Politiker Einigung. Laut EU-Recht müssen neue Geräte ausgeschrieben werden, doch ist es kein Geheimnis, dass die Firma Skidata aus Grödig geniale Lösungen bereit hätte. Jedenfalls müssen sämtliche Automaten ersetzt und neue aufgestellt werden.

Stadtrat Padutsch ist nicht ganz zufrieden: "Die ursprüngliche Regelung halte ich nach wie vor für besser, Kurzparkzonen sind für die Pendler weitaus restriktiver, denn Parken über einen Zeitraum von mehr als drei Stunden ist ja dann nicht mehr möglich." Padutsch hofft auf juristische Hilfe des Landes, er möchte auch Öffi-Tarife nach dem erfolgreichen Tiroler Vorbild.

Günther Platter von der ÖVP und Ingrid Felipe von den Grünen haben es erreicht: Nur 490 Euro zahlen die Tiroler für ein Jahresticket. Das wurde als großer Durchbruch gefeiert. 48.300 Menschen pendeln nach Innsbruck ein, 15.000 fahren ins Umland. 75 Prozent benützen das Auto, 17 Prozent die Öffis. Derzeit.

Park-Tarife in Innsbruck massiv erhöht
In Innsbruck wurde die Parkzeit bis 21 Uhr erweitert. Für eine halbe Stunde zahlt man 70 Cent. Das Öffi-Jahresticket für den Stadtbereich allein kostet 350 Euro.

Für Park & Ride kostet der Tagestarif am Inn acht Euro, dafür können fünf Personen mit den Öffis fahren.

Hans Peter Hasenöhrl, Kronen Zeitung

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