Mo, 20. August 2018

Rückendeckung

18.08.2017 07:44

Spuck-Affäre: Rapid-Boss steht voll zu Djuricin

"Ich habe für meinen schweren Fehler in die Mannschaftskassa eingezahlt, mich mit dem Walter (Anm. Admiras Franta) ausgesprochen." Damit ist für Goran Djuricin die leidige Spuck-Affäre erledigt. Auch wenn Rapids Trainer am Montag noch vor dem Strafsenat antanzen muss.

Was beim 42-Jährigen aber nicht für schlaflose Nächte sorgt. Zumal er auch von Rapids Präsident Michael Krammer volle Rückendeckung erhält: "Er hat zwar nicht gespuckt, aber diese Reaktion darf ihm auch nicht passieren. Er hat sich allerdings sofort entschuldigt. Wie er damit umgegangen ist, zeugt von menschlicher Größe. Seine Lernkurve zeigt steil nach oben."

Soll heißen: Es gibt in Hütteldorf keine Trainerdiskussion. Und es wird - so Krammer zur "Krone" - auch in der Länderspielpause, eine wurde ja etwa letzte Saison Mike Büskens zum Verhängnis, Anfang September keine geben. "Weil Djuricin gezeigt hat, dass er mit der Mannschaft umgehen kann", will Krammer für Ruhe sorgen.

Entgegen der derzeitigen Hysterie rund um und bei Rapid: "Wir lassen uns jetzt nicht runterziehen, spüren halt alle die Hypothek der letzten Saison", gibt Krammer zu. "Diesen Rucksack müssen wir ablegen."

Und zwar am Samstag gegen Sturm. "Wenn wir gewinnen, sind wir voll im Geschäft", denkt Djuricin positiv. Das bläute er auch seinen Spielern ein: "Lasst euch jetzt nicht verrückt machen." Stattdessen wurde das 1:3 gegen die Admira analysiert: "Da war auch nicht alles schlecht. Wir sind halt noch nicht abgeklärt genug."

Und bislang auch nicht effizient. Dafür aber undiszipliniert. Auch wenn Djuricin die drei Ausschlüsse in vier Partien nicht dramatisieren will: "Da sind einfach nur arge Emotionen dabei. Das hat man ja leider auch bei mir gesehen."

Die gilt es am Samstag zu kanalisieren. Wer den gesperrten Thomas Murg ersetzt, lässt er offen. Philipp Schobesberger wird es nicht sein, aber er wird schon auf der Bank sitzen.

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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