Sa, 21. Juli 2018

38,9 Grad in Wien

03.08.2017 13:50

Österreichweit: Schutzplan für alle Hitzegeplagten

Die Zahl der heißen Tage und Nächte steigt in Österreich von Jahr zu Jahr an. Die Wiener City war am Donnerstag mit 38,9 Grad der Jahresrekord-Hitzepol des Landes. Da viele Menschen unter den hohen Temperaturen leiden und gerade Pensionisten und Kinder schwer mit der Belastung umgehen können, hat das Gesundheitsministerium einen Hitzeschutzplan erstellt. Die Bevölkerung soll so rechtzeitig über eine Hitzewelle informiert werden. Zumindest für das Wochenende kann etwas Entwarnung gegeben werden: Die Temperaturmarke pendelt sich auf etwa 30 Grad ein.

Mit der Hitze ist nicht zu spaßen, besonders für ältere und kranke Menschen stellen anhaltende Temperaturen weit über 30 Grad eine enorme Belastung dar und können schwere gesundheitliche Konsequenzen mit sich bringen. "Hitzewarnsysteme und klare und praktikable Handlungsanweisungen könnten daher auf eventuelle gesundheitliche Belastungen durch Hitze vorbereiten und vor Gefahren schützen", so Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) am Donnerstag.

Hitzetelefon mit wertvollen Tipps
Der gesamtstaatliche Hitzeschutzplan des Gesundheitsministeriums sieht vor, dass die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik bei bevorstehender Hitzebelastung automatisch Hitzewarnung an die betroffenen Bundesländer und das Gesundheitsministerium meldet. Das Ministerium gibt dann auf seiner Homepage Infos zum richtigen Verhalten, die Länder versorgen überdies bestimmte Einrichtungen wie Altersheime etc. mit spezifischen Informationen. Auch weiterhin steht zudem ein Hitzetelefon unter der Telefonnummer 050-555-555 österreichweit und kostenlos zur Beratung zur Verfügung.

So heiß wird es in den kommenden Tagen:
Noch bis inklusive Samstag müssen Hitzegeplante übrigens durchhalten, ehe die Thermometermarke wieder in den erträglicheren Bereich sinkt. Die Prognose im Detail:

Am Freitag hält die Hitzewelle noch an, verbreitet scheint wieder die Sonne. Im Bergland Westösterreichs, später auch entlang des Alpenhauptkamms bis ins Mostviertel hinein ist am Nachmittag wieder mit lokalen, durchaus heftigen Gewittern zu rechnen. Einzelne Gewitterzellen entstehen auch im Wald- und Mühlviertel. Es weht schwacher bis mäßiger Wind aus Südwest bis Nordwest. Die Frühtemperaturen liegen bei 17 bis 25, die Tageshöchstwerte von West nach Ost bei 28 bis 38 Grad.

Bereits während der Nacht auf Samstag ist dann eine Störung mit einigen Regenschauern und Gewittern über Österreich aktiv, tagsüber setzt sich der teils unbeständige Wettercharakter fort. Mit Anfeuchtung der Luft wird es deutlich schwüler. Neben der Quellbewölkung schafft es die Sonne häufig durchzukommen. Weitgehend trocken dürfte der Tag im Norden sowie ganz im Osten und Südosten verlaufen. Der Wind weht überwiegend schwach, in der Früh im östlichen Flachland noch mäßig aus Nordwest. Die Frühtemperaturen umspannen 18 bis 26, die Tageshöchstwerte 27 bis 36 Grad.

Am Sonntag legt sich in einer markanten Südwestströmung eine Luftmassengrenze quer über den Ostalpenraum. Mit ihr dürfte die aktuelle Hitzewelle allmählich beendet werden. Bereits ab den Morgenstunden sind überall teils intensive Gewitter oder Schauer zu erwarten, der Niederschlagsschwerpunkt verlagert sich tagsüber von der Alpennordseite in den Südosten. Mit Störungsdurchzug lebt der Wind aus Nordwest auf. Die Frühtemperaturen erreichen 18 bis 24, die Tageshöchstwerte von West nach Ost 21 bis 30 Grad.

Nach Störungsabzug nach Südost macht sich im Ostalpenraum am Montag stabiler Zwischenhocheinfluss bemerkbar. Zumeist scheint ungetrübt die Sonne, auch über dem Bergland bleibt Quellbewölkung harmlos. Mäßiger Wind weht aus Nord bis Ost. Die Frühtemperaturen liegen bei zwölf bis 18 Grad, die Tageshöchstwerte klettern auf 25 bis 28 Grad.

Am Dienstag erreicht den Westen Österreichs eine weitere Störung mit einem neuerlichen Luftmassenwechsel. Damit regnet es zwischen Vorarlberg und dem Tiroler Oberland ergiebig. Schauer, teils auch noch Gewitter erreichen nach Osten zu das Salzkammergut. Weiter im Osten und Süden bleibt es vorerst trocken und dank Sonneneinstrahlung hochsommerlich warm. Im Westen weht mäßiger Wind aus West bis Nordwest, am Alpenostrand bläst kräftiger Südostwind. Die Frühtemperaturen dürften zwölf bis 18 Grad erreichen, die Tageshöchstwerte von West nach Ost 23 bis 31 Grad.

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