02.08.2017 07:44 |

Nach 0:3

Bayern wird schon "FC Besorgniserregend" genannt

0:3 gegen Liverpool, eine durchwachsene Vorbereitung, mit Alaba, Thiago und James drei Leistungsträger verletzt - beim FC Bayern ist vor dem Supercup-Finale am Samstag gegen Dortmund Feuer am Dach. "Wir sind besorgt", sagt Trainer Carlo Ancelotti. Und spitzfindige Medien nennen den deutschen Rekordmeister schon "FC Besorgniserregend".

Die Wortspiel-Maschinerie in der deutschen Presseszene lief auf Hochtouren. "Von Liverpool verkloppt" seien die Bayern-Stars - in Anspielung auf Liverpool-Trainer Jürgen Klopp - geworden, war da zu vernehmen. Oder: FCB stehe für nichts anderes als "FC Besorgniserregend". "Gewittrige Tendenzen" seien zu orten, ein echter Leader fehle in der Mannschaft, planlos laufe das Team über den Platz. Die neue Saison hat noch nicht begonnen und schon herrscht - zumindest medial - regelrechte Massenhysterie um den FC Bayern.

Uninspirierte Bayern
"Das ist bedenklich, ich habe die Bayern selten so uninspiriert gesehen", analysierte etwa ARD-Experte Thomas Hitzelsperger. In der Tat hatten die Münchener Stars in den 90 Minuten davor gegen Liverpool im Audi-Cup alles andere als souverän gewirkt, wurden vor allem von Ex-Salzburger Sadio Mane regelmäßig durcheinandergewirbelt. Das 0:3 gegen das Klopp-Team war die vierte Niederlage in den jüngsten fünf Testspielen.

Einstellung ändern
Dazu gesellt sich auch noch Verletzungspech. Gegen Liverpool war für Thiago und Alaba (Ancelotti: "Nichts Gröberes") ebenso wie Neuzugang James (Ancelotti: "Muskuläre Probleme, abwarten!") frühzeitig Schluss. Trainer Ancelotti versucht den Spagat zwischen Gelassenheit und Alarmbereitschaft zu meistern. "Wir sind besorgt. Wir müssen den Spirit und die Einstellung ändern. Andererseits ist es zu diesem Zeitpunkt normal, dass wir nicht in der besten Verfassung sind."

Drei Tage bleiben noch, um an Einstellung und Esprit zu feilen. Dann gibt's die erste wirklich Härteprobe: Im Supercup-Finale geht's im ersten Pflichtspiel gegen Borussia Dortmund. "Dort liegt unser Fokus", sagt Thomas Müller: "Dass wir jetzt eine mitbekommen haben, ist Ordnung. Gegen Dortmund müssen wir es besser machen." Klingt doch ganz einfach.

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