In Vöcklabruck wird bettelfreie Zone kleiner

Während in Dänemark aggressiven Schnorrern ein noch rauherer Wind ins Gesicht bläst und Bandenmitgliedern sogar Haftstrafen bis zu 14 Tagen drohen, rudert Vöcklabruck zurück. Die Stadt muss auf Anordnung des Landes das sektorale Bettelverbot einschränken. Ab Herbst soll die neue Verordnung gelten.

"Ein Jurist des Hauses prüft derzeit die rechtlichen Richtlinien. Wir werden wohl das Bettelverbot auf das reine Marktgebiet beschränken müssen", knirscht Vöcklabrucks ÖVP-Bürgermeister Herbert Brunsteiner. Ende Juni führte die Stadt das sektorale Verbot für die Tage Mittwoch, Freitag und Samstag ein und machte laute dem Stadtchef gute Erfahrungen. Das Landes Oberösterreich forderte  die Stadt aber kürzlich auf, die Verordnung zu überarbeiten. Brunsteiner: "Wir werden wohl das Betteln in der Vor- und Hinterstadt zulassen müssen." Die Drei-Tage-Regel soll aber aufrecht bleiben. "Ob das rechtlich okay ist, wage ich zu bezweifeln. Es findet nicht an jedem Freitag ein Markt statt", ist SPÖ-Stadtrat Stefan Maier gegen jegliches Bettelverbot. Eine Haltung die viel rote Politiker in Oberösterreich teilen.
In Dänemark sind die Sozialisten aber völlig anders eingestellt. Die dänische Regierung will aggressive Bettelei mit bis zu zwei Wochen Gefängnis bestrafen. Die Sozialdemokraten, die in der Opposition sind, stützen den Vorschlag.

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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