Tractive – Hersteller von GPS-Trackern für Haustiere – wird um eine Rekordsumme verkauft. Wer könnte das nächste erfolgreiche Start-up aus Oberösterreich sein? Die „Krone“ kennt zwei Kandidaten.
Im Jahr 2012 gründeten drei Absolventen der FH Hagenberg Tractive – Hersteller von GPS-Trackern für Hunde und Katzen. 14 Jahre später wird das Unternehmen aus Pasching heuer um einen hohen dreistelligen Millionenbetrag nach Italien verkauft – die „Krone“ berichtete.
Welche Start-ups aus OÖ wandeln auf den Spuren von Tractive? Wer es wirklich zum Durchbruch schafft, ist freilich schwer zu prognostizieren. Zwei vielversprechende Jungfirmen kommen derzeit jedenfalls aus Linz.
Da wäre zum einen Diamens. Das Start-up entwickelt einen Test, der mithilfe von Menstruationsblut Endometriose diagnostizieren soll. Bei der Erkrankung wächst Gewebe außerhalb der Gebärmutter, das verursacht meist starke Schmerzen während der Menstruation oder beim Geschlechtsverkehr und kann zu Unfruchtbarkeit führen.
Starke Schmerzen und Unfruchtbarkeit sind die Hauptsymptome von Endometriose. Bis zur Diagnose dauert es im Schnitt sieben Jahre.

Angelika Lackner, Mitgründerin von Diamens
Bild: Diamens FlexCo
„Bis zur Diagnose dauert es im Schnitt sieben Jahre“, sagt Diamens-Mitgründerin Angelika Lackner. „Wir wollen sie leichter möglich machen.“ Der vom Start-up entwickelte Test befindet sich derzeit in der Zertifizierungsstudie. Frauen können damit selbstständig eine Probe entnehmen und sie per Post in ein Labor schicken.
„Wir planen den Marktstart für 2027“, sagt Lackner. Neben ihr arbeiten die weiteren Mitgründerinnen Marlene Rezk-Füreder, Clara Ganhör und Eva Scharnagl im Jungunternehmen. Neben einer öffentlichen Förderung hat Diamens auch eine Finanzierung auf dem freien Markt bekommen – „zusammengerechnet mehr als eine Million Euro“, sagt Lackner.
Ebenfalls bereits millionenschwer ist das Start-up Straion, das sich Anfang des Jahres eine Finanzierung von 1,1 Millionen Euro sicherte. Schon zuvor bekamen die Linzer 280.000 Euro an staatlichen Förderungen.
„Wir spezialisieren uns auf Künstliche Intelligenz zur Softwareentwicklung“, erklärt Mitgründer Lukas Holzer das Produkt von Straion. „Wir helfen, dass sich die KI an firmeninterne Standards hält, damit sie ein sinnvolles Ergebnis liefern kann.“ Potenzielle Kunden sind große Softwarefirmen, im Herbst will Straion den amerikanischen Markt erschließen.
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