Mo, 15. Oktober 2018

Tour de France

08.07.2017 18:22

Calmejane gewinnt achte Etappe trotz Krämpfen

Der französische Lokalmatador Lilian Calmejane hat sich auf dem achten Teilstück der diesjährigen Tour de France zum Etappensieger gekrönt. Das 24-jährige Supertalent kämpfte etwa fünf Kilometer vor dem Ziel mit Krämpfen, rettete aber einen Vorsprung von 37 Sekunden vor dem Niederländer Robert Gesink zu seinem zweiten Sieg bei einer großen Rundfahrt ins Finish.

"Das ist groß. Das war alles, von dem ich geträumt habe", freute sich Calmejane, der vergangenes Jahr bei der Vuelta eine Etappe gewonnen hatte. Der 24-jährige Franzose, erst in seinem zweiten Jahr als Radprofi, setzte sich am letzten 11,5 Kilometer langen Anstieg zum La Combe de Laisia ab und verteidigte seine Führung trotz Krämpfen bis ins Ziel. "Als ich im Finale Krämpfe bekam, entschied ich, einen Gang runterzuschalten, um die Pedale sanfter treten zu können. So habe ich noch nie zuvor gelitten", sagte der Fahrer von Direct Energie.

Calmejan übernahm zusätzlich die Führung in der Bergwertung. Mit einem Punkt Vorsprung vor dem bisherigen Leader Fabio Aru darf sich der Franzose nun das gepunktete Trikot überstreifen. Einen ganz schweren Tag erlebte der französische Meister Arnaud Demare. Der Etappensieger von Vittel, der seit Freitag mit Magen-Darm-Problemen gekämpft hatte, fiel früh zurück. Im Ziel hatte Demare über 37 Minuten Rückstand auf den Tagessieger. Damit riskierte der Sprinter sogar die Karenzzeit zu verfehlen, was das Tour-Ende bedeuten würde.

An der Spitze der Gesamtwertung gab es keine Veränderungen. Das Team Sky kontrollierte das Geschehen, die Favoriten kamen geschlossen mit 50 Sekunden Rückstand ins Ziel. Leader Chris Froome führt weiterhin zwölf Sekunden vor seinem britischen Landsmann und Teamkollegen Geraint Thomas, Aru liegt zwei weitere Sekunden zurück.

Die achte Etappe mit drei Bergwertungen galt als Warm-up für die schwere Alpen-Königsetappe am Sonntag. Mit drei Anstiegen der höchsten Kategorie mit insgesamt 4.700 Höhenmetern wird es wohl auch an der Spitze der Gesamtwertung zu Veränderungen kommen. "Morgen wird ein sehr, sehr harter Tag, es wird sehr selektiv" sagte Froome, dessen härteste Konkurrenten derzeit der Australier Richie Porte und Aru aus Italien sind.

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