So, 24. Juni 2018

Nationalratsmandate:

08.07.2017 15:05

"Reißverschluss" ist keine Garantie für Frauen

Auch der jetzt von der Kurz-ÖVP propagierte Reißverschluss auf den Kandidatenlisten ist keine Garantie für einen hohen Frauenanteil in den Parlamentsklubs, wie SPÖ-Parteimanagerin Bettina Stadlbauer anmerkt. Denn es kommt immer drauf an, ob die Liste ein Mann oder eine Frau anführt.

Ginge die Wahl 2017 nach Wahlkreismandaten so aus wie die von 2013, dann würden bei der SPÖ, ganz ohne Reißverschluss, vier der sieben Mandate Frauen erobern: Gabriele Knauseder (Innviertel), Doris Magreiter und Petra Wimmer (Hausruckviertel), sowie Sabine Schatz (Mühlviertel).  Im Wahlkreis Linz und Umgebung kämen zwei Männer zum Zug, nämlich Dietmar Keck und Hermann Krist, im Traunviertel Markus Vogl: Vier Frauen versus drei Männer heißt es also in der SPÖ-"Regionalliga".

Vier Männer und zwei Frauen bei ÖVP
Anders bei der ÖVP - die hat zwar strikte Reißverschlüsse, aber in vier der fünf Regionalwahlkreise mit Männern auf Platz 1. So kämen, gemessen an 2013 mit den damals 6 ÖVP-Regionalmandaten, nur Angelika Winzig, Platz 1 im Hausruckviertel, und  Gertraud Scheiblberger. Platz 2 im Mühlviertel, zum Einzug in den Nationalrat. Also 4 Männer und 2 Frauen auf dieser ÖVP-Ebene.

Vier Männer und eine Frau bei FPÖ
Bei der FPÖ wäre das Verhältnis noch "unweiblicher". Nur im Mühlviertel ist eine Frau regionale Listenführerin, nämlich Anneliese Kitzmüller. Insgesamt fünf Regionalmandate für die FPÖ wie 2013 bedeuteten also vier Männer versus eine Frau.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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