Sa, 18. August 2018

Elite in Hamburg

07.07.2017 12:04

G20-Gipfel berät Weltkrisen - Trump im Mittelpunkt

In Hamburg hat am Freitag der G20-Gipfel begonnen. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßte in den Messehallen die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer sowie die Führung der EU zu dem zweitägigen Treffen. In den Debatten geht es vor allem um die kriegerischen Konflikte in der Welt, den Terrorismus, die Flüchtlingskrise sowie die Klima- und Handelspolitik. Im Zentrum des Gipfels steht US-Präsident Donald Trump.

Trump hat das Pariser Klimaabkommen aufgekündigt und fährt beim Handel einen Abschottungskurs. Bedeutend wird auch seine erste Begegnung mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sein. Die beiden Staatschefs sprechen unter anderem über die Kriege in Syrien und der Ukraine.

Trump-Breitseite gegen Russland
Am Donnerstag hatte Trump das angespannte Klima zwischen den USA und Russland weiter angeheizt. Bei einem Besuch in Polen kündigte er Schritte gegen das "destabilisierende Verhalten" Moskaus an. Offenbar will er dem NATO-Partner Polen auch Patriot-Raketen zum Schutz vor möglichen Aggressionen des mächtigen Nachbarn im Osten liefern.

"Freue mich auf Treffen mit Putin"
Am Freitag vor dem Beginn des Gipfels in Hamburg schrieb Trump auf Twitter: "Ich freue mich auf die Treffen mit den Weltführern, einschließlich meines Treffens mit Wladimir Putin. Viel zu diskutieren." Er werde die USA gut repräsentieren und für ihre Interessen kämpfen.

G20: 19 Staaten und die EU
Mitglieder der G20 sind die sieben großen Industrieländer (G7) USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und Japan sowie Russland, China, Indien, Australien, Indonesien, Südkorea, die Türkei, Saudi-Arabien, Südafrika, Brasilien, Argentinien und Mexiko. Das 20. Mitglied ist kein Staat, sondern eine Staatengruppe: die EU, für die Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Ratspräsident Donald Tusk am Tisch sitzen.

EU-Granden auf Flüchtlingskrise fokussiert
Tusk nannte vor Beginn des Gipfels als Minimalanforderung an die G20 den "rücksichtslosen Kampf gegen die Schlepper". Das wäre "das Mindeste", das man auf globaler Ebene in der Flüchtlingskrise erreichen könne. Sollte es keine Lösung geben, wäre dies ein "Beleg für eine traurige Heuchelei einiger der G20". Die Lage auf der zentralen Mittelmeerroute sei kritisch. Ziel sei es, "die Welle schon an der Quelle zu bekämpfen, nämlich in Nordafrika". Er hoffe, dass es gelingen wird, diesbezüglich auf dem Gipfel einen Erfolg zu verbuchen.

Auch Juncker betonte: "Wir müssen deutlichere Akzente setzen. Da tun wir uns auch als Europäer schwer." Er verwies darauf, dass beim Afrika-Trustfonds der Union 1,8 Milliarden Euro auf den Weg gebracht worden seien, die EU-Kommission habe die Summe auf 2,6 Milliarden Euro angehoben. "Aber die Staaten haben sich bequemt, bisher nur 200 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Dichtung und Wahrheit klaffen hier zu sehr auseinander, wenn es um Afrika geht. Der Gedichte über Afrika sind genug geschrieben, jetzt müssen wir handeln."

Randale überschatten Gipfel
Rund um den Gipfel sorgen Gegner desselben für anhaltende Krawalle. Am Donnerstagabend und Freitagfrüh herrschten Chaos und Gewalt, bei schweren Ausschreitungen wurden bereits mehr als 100 Polizisten sowie zahlreiche Demonstranten verletzt.

 krone.at
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