Mo, 10. Dezember 2018

Fund in Mexiko-Stadt

08.06.2017 13:26

Azteken-Tempel aus Montezumas Zeiten entdeckt

Im historischen Zentrum von Mexiko-Stadt ist bei Ausgrabungen ein Tempel aus der Zeit des Azteken-Herrschers Montezuma gefunden worden. Auch ein Feld des überlieferten Ballspiels Pelota mit Nackenwirbeln von mutmaßlich enthaupteten Menschen habe man gefunden, erläuterten Archäologen am Mittwoch vor Journalisten in der mexikanischen Hauptstadt.

Kulturministerin Maria Cristina Garcia sprach von einem weiteren Zeugnis von der "Pracht der prähispanischen Stadt Tenochtitlan", auf deren Grund das moderne Mexiko-Stadt errichtet wurde. Die neuen Funde sollen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, ein Datum dafür steht aber noch nicht fest.

Der nun gefundene Tempel wurde laut den Archäologen zwischen 1486 und 1502 errichtet. Er war dem Windgott Ehecatl-Quetzalcoatl geweiht. Der Grundriss des Tempels besteht aus einem Rechteck mit einem dazugehörigen Halbkreis. Die Gesamtabmessungen betragen in der Länge 34 Meter und in der Höhe vier Meter.

Übereste von Pelota-Stadion gefunden
Von dem Ballspielfeld sind nur noch eine Treppe und ein Teil der Tribünen erhalten. Laut Überlieferungen aus der Zeit der spanischen Eroberung Mexikos kam es bei dem Pelota-Spiel darauf an, den Ball mit Hüftschwüngen in der Luft zu halten. Der spanische Eroberer Hernan Cortes wohnte anno 1528 einem solchen Spiel bei.

Die Archäologen gehen davon aus, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Pelota-Spiel und den rituellen Enthauptungen gab. Allerdings konnten sie nicht feststellen, ob es sich bei den Geopferten um Mitspieler handelte. Neben den Knochen fanden die Foscher auch verschiedene Gefäße (Bild unten).

Die neuen archäologischen Funde auf dem Gelände der Ausgrabungsstätte Templo Mayor wären nicht ohne die Verwüstungen des großen Erdbebens von 1985 möglich gewesen, bei denen das dortige Hotel "Catedral" stark beschädigt wurde.

Montezuma herrschte von 1502 bis zu seinem Tod 1520 über das Reich der Azteken. Bekannt ist er vor allem aufgrund seiner Rolle im Kampf gegen die Spanier unter Hernan Cortes während seiner letzten beiden Lebensjahre. Der Legende nach soll er vor seinem Tod den Fluch ausgesprochen haben, alle Eindringlinge würden seine Rache zu spüren bekommen, spricht man bei Durchfall, an dem viele Mittelamerika-Touristen erkranken, scherzhaft von "Montezumas Rache".

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