Mo, 17. Dezember 2018

Verwackeltes Foto

29.05.2017 16:21

Meteoroid traf Kamera von NASA-Mondsonde

Am 13. Oktober 2014 hat die Mondsonde "Lunar Reconnaissance Orbiter" (LRO) ein völlig verzerrtes Bild zur Erde gefunkt, das die Forscher verblüffte. Jetzt hat man den über zweieinhalb Jahre zurückliegenden Vorfall genauer untersucht und ist ziemlich sicher, dass das Foto deshalb verwackelt war, weil die Kamera des LRO just zum Zeitpunkt der Aufnahme von einem winzigen Meteoroiden getroffen worden war.

Wie die Wissenschaftler jüngst auf der Website der US-Raumfahrtbehörde NASA berichteten, ist bei dem Zwischenfall die linke der zwei "Narrow Angle Cameras" an Bord des LRO von einem vermutlich 0,8 Millimeter großen Mikro-Meteoroiden getroffen worden, nahm dabei aber keinen Schaden.

Meteoroid prallte mit 25.000 km/h auf Kamera
"Der Meteoroid war schneller unterwegs als eine Gewehrkugel", wird der wissenschaftliche Leiter des Kamerasystems LROC (Lunar Reconnaissance Orbiter Cameras), Mark Robinson von der Arizona State University, auf der NASA-Website zitiert. Mittels eines speziellen Computersystems errechnete man, dass der Meteoroid, der eine Dichte von 2,7 Gramm pro Kubikzentimeter hatte, mit rund 25.200 Stundenkilometern auf die Kamera geprallt sein dürfte.

Nach Freigabe des LRO-Bildes durch die NASA hat der Planetenforscher Alex Parker vom Southwest Research Institute im US-Bundesstaat Colorado die Schwingungen der Kamera in ein Soundfile umgerechnet und auf Twitter gepostet. Die Aufnahme soll zeigen, wie es geklungen haben könnte (genaugenommen gibt es im All keinen Schall), als der Mikro-Meteoroid die Sonde traf.

Sonde LRO umkreist den Mond seit 2009
Der LRO war am 18. Juni 2009 zusammen mit dem "Lunar Crater Observation and Sensing Satellite" (LCROSS) an Bord einer "Atlas"-Rakete auf den Weg zum Erdtrabanten geschickt worden, um die Mondoberfläche zu kartographieren und dort mögliche Wasservorräte aufzuspüren.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder

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