28.04.2017 19:04 |

Zweitwohnsitz

Wirbel wegen Luxus-Chalets

In Zell am See planen Investoren derzeit die Errichtung von mehreren hochpreisigen Wohnungen: Im Internet und mit Flyern wird für die Immobilien bereits kräftig geworben - doch die Preise sind alles andere als erschwinglich. Der Bürgermeister hat nach Bekanntwerden sofort eine Prüfung einleiten lassen.

Man kann schon von einer Masche sprechen: Weil es in Zell am See keine Zweitwohnsitz-Gebiete mehr gibt, greifen Investoren inzwischen tief in die Trickkiste. Immer wieder tauchen Flyer und Internetangebote für geplante Immobilien auf, die kaum erschwinglich sind - und im Verdacht stehen, dass es sich dabei um versteckte Zweitwohnsitze handeln könnte. "Die Firmen haben immer ganz ähnlich klingende Namen", erklärt Bürgermeister Peter Padoureck, dass er den aktuellen Fall um eine geplante "Residence Max - Luxusappartements im Herzen von Zell am See" sofort prüfen lassen wird. Aktuell liegen ihm nur zwei Bewilligungsansuchen für Hotelerweiterungen vor, die seien aber noch nicht genehmigt.

Der "Krone" liegt das mehrseitige, bunt bebilderte Angebot für die geplante Luxus-Behausung vor: Die Kaufpreise variieren für nur wenige Quadratmeter zwischen 430.000 und 765.000 Euro. "Offen werden solche Chalet-Wohnungen zu horrenden Preisen im Internet angeboten. Die heimische Bevölkerung - und hier vor allem die Jugend - kann sich so wohl kein Eigentum mehr schaffen, da die Preise alle künstlich durch ausländische Investoren in die Höhe getrieben werden", ist der Pinzgauer FPS-Abgeordnete Markus Steiner empört.

Ähnlicher Fall in Saalbach in Kritik
Er verweist auf such auf die Gemeinde Saalbach, wo es gerade einen vergleichbaren Fall gegeben hat. "Die Immobilie wurde bereits im Internet angeboten, aber die Gemeindevertretung waren gar nicht informiert darüber."

Nachbesserung im ROG gefordert
Steiner fordert daher entsprechende Nachbesserungen in der geplanten Raumordnungsnovelle, um solche Schlupflöcher zu schließen. "Nur so können wir dem Ausverkauf unserer Heimat ein Ende setzen und ausländischen Spekulanten das Handwerk legen." Außerdem will er eine parlamentarische Anfrage dazu einbringen.

Anna Dobler, Kronen Zeitung

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