27.04.2017 22:46 |

Tourismus-Bilanz

Wintersaison mit Minus, Sommerausblick positiv

Nach dem Rekordwinter des Vorjahres müssen sich Tirols Touristiker heuer bescheidener geben. Noch vor dem offiziellen Saisonschluss macht das Nächtigungsminus bereits 1,6 Millionen aus. Ausgeblieben sind vor allem viele deutsche Gäste, in Summe 185.000. Die Aussichten für die Sommersaison sind hingegen positiv.

Mit 26,8 Millionen Nächtigungen fuhr Tirols Tourismus im vergangenen Winter einen Rekord ein. Heuer steht man ohne die Zahlen von April bei 23,7 Millionen Nächtigungen. Seit Anfang November kamen um 191.500 Gäste weniger als im Vorjahr. Eine erhebliche Zahl, die Tourismus-Referent LH Günther Platter (ÖVP) und Tirol-Werber Josef Margreiter vor allem auf die ungünstige Ferienkonstellation (z. B. späte Ostern) und den fehlenden Schalttag zurückführen.

Deutschland: Minus 10%

Das ist es aber nicht allein! "Die schlechte Schneelage hat viele kurzfristige Buchungen gekostet", konstatiert Margreiter. Das gilt vor allem für den wichtigsten Herkunftsmarkt, Deutschland. Das Nächtigungsminus bei dieser Gästegruppe macht 10,3 Prozent oder 1,3 Millionen aus. Es fällt ins Gewicht, wenn wie heuer 185.000 deutsche Gäste weniger nach Tirol kommen.

Alternativen am Berg

Auf weniger Schnee wird Tirol sich laut Klimaforschern einstellen müssen. "Wir werden das Schneezentrum erweitern und die Forschung zu Kunstschnee. Wir suchen aber auch nach tauglichen Alternativen zum alpinen Skifahren", beschreibt LH Platter Fragen, die die Branche derzeit beschäftigen. Einig ist man sich darüber, dass der alpine Skilauf das wichtigste Produkt Tirols bleiben wird. Platter: "Für kleinere Skigebiete kann es aber vielleicht das Tourengehen sein."

Optimismus für Sommer

Für die bevorstehende Sommersaison sind die Tourismusbetriebe optimistisch. Eine Umfrage der Wirtschaftskammer ergab, dass 90 Prozent der Betriebe mit der aktuellen Buchungslage zufrieden sind. Langfristig dürfte der Sommer weiter wachsen. Was Spartenobmann Franz Hörl Sorge bereitet, ist die bescheidene Wertschöpfung im Sommer: "50 Euro pro Tag mit Halbpension. Das geht sich bei der Qualität und dem Aufwand schwer aus. Es braucht mehr Preisdisziplin."

Claudia Thurner, Kronen Zeitung

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