27.04.2017 08:19 |

Nach Gewaltskandal

United: Bald 10.000 Dollar bei Verzicht auf Platz

Nach dem Skandal um den gewaltsamen Rauswurf eines Passagiers hat die US-Fluggesellschaft United Airlines eine deutliche Erhöhung der Entschädigungszahlung bei überbuchten Flügen beschlossen. Passagiere, die auf ihren Sitzplatz verzichten, sollen künftig bis zu 10.000 Dollar (knapp 9200 Euro) Entschädigung erhalten, erklärte die Fluglinie am Donnerstag. Bisher lag die Obergrenze bei 1350 Dollar. Zudem sollten Überbuchungen künftig reduziert werden.

Der 69-jährige Passagier David Dao hatte sich am 9. April geweigert, seinen ihm zuvor zugewiesenen Sitzplatz in einer überbuchten Maschine wieder freizugeben. Daraufhin wurde er von Polizeibeamten in Chicago gewaltsam herausgeschleift, nach Angaben seiner Anwälte wurde ihm unter anderem das Nasenbein gebrochen.

Sehen Sie hier das Video dazu:

United benötigte einige Anläufe bis zu einer echten Entschuldigung - zunächst gab die Airline Dao eine Mitschuld an der Eskalation des Streits. Als die Empörung über den Vorfall nicht abriss, sprach United-Chef Oscar Munoz dann wiederholt eine Entschuldigung aus und kündigte eine interne Aufarbeitung des Vorfalls an.

Video: Proteste gegen United Airlines

Zehn-Punkte-Plan
Nun verkündete der Unternehmenschef einen Zehn-Punkte-Plan zur Verbesserung des Umgangs mit Passagieren. "Das ist ein Wendepunkt für uns alle bei United und es signalisiert eine Veränderung der Kultur hin zu einer besseren, stärker kundenorientierten Airline", erklärte Munoz.

Zu den zehn Veränderungen zählt auch die Einsetzung von Teams, die mit Passagieren überbuchter oder verspäteter Flüge "kreative Lösungen" finden sollen - etwa die Nutzung anderer Flughäfen oder anderer Verkehrsmittel.

Wer sitzt, das pickt
Auch die Fluggesellschaft Delta Airlines hatte nach dem Vorfall bei United angekündigt, künftig bis zu 10.000 Dollar Entschädigung zu zahlen, wenn Passagiere auf ihren Sitzplatz verzichten. Beide Fluggesellschaften kündigten zudem an, künftig keine bereits sitzenden Passagiere mehr um den Verzicht auf ihren Flug zu bitten.

 krone.at
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