24.04.2017 07:13 |

Blinder Passagier

Samtpfote mit Schutzengel

Das hätte böse enden können für eine streunende Katze in St. Georgen im Flachgau. Klammheimlich kroch sie unter ein parkendes Fahrzeug und unternahm fast einen Kilometer lang eine unfreiwillige Spritztour. Bei voller Fahrt sprang das Tier plötzlich ab - und blieb bei seinem waghalsigen "Stunt" nahezu unverletzt.

"Wir hatten schon gut 50 km/h auf dem Tacho", erinnert sich Mario Scheiber an die filmreifen Szenen, die sich vor wenigen Tagen zwischen St. Georgen und St. Pantaleon abgespielt haben. Plötzlich sieht er im Rückspiegel, wie ein dunkles Fellknäuel auf die Straße plumpste und in einem Feld verschwand. "Im ersten Moment dachten wir, wir hätten ein Tier überfahren."

Seine Frau Barbara auf dem Beifahrersitz machte sich sofort auf die Suche und traute ihren Augen kaum, als sie die verängstigte, aber kaum verletzte Katze nach wenigen Minuten fand: Das Tier ist dem Paar nämlich bestens bekannt. Schon seit geraumer Zeit streunt die Samtpfote bei ihnen durch den Garten. An jenem Tag aber war die Katze wenige Stunden zuvor von einem Hund gejagt worden und hatte sich unter dem in der Einfahrt geparkten Auto des Paares verkrochen.

"Stunt" gut verkraftet
"Als wir dann los gefahren sind, haben wir noch nach ihr geschaut, aber sie nicht entdecken können", erinnert sich Scheiber, dass er den Wagen dann ganz normal gestartet und bereits fast einen Kilometer zurück gelegt hatte, bevor dem blinden Passagier die Situation wohl zu brenzlig wurde und er unter dem Auto hervorgesprungen ist. Der Streuner jedenfalls hat seinen "Stunt" ganz gut verkraftet: Lediglich aufgekratzte Pfoten vom Sturz auf den harten Asphalt zeugen von einem tüchtigen Schutzengel. Das junge Ehepaar hat den vierbeinigen Autostopper jetzt in seine Obhut genommen.

Kronen Zeitung

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