12.04.2017 07:53 |

Gefährlicher Einsatz

Ätzende Säure ausgeflossen: Lkw geriet in Brand

Perfekt haben Feuerwehrleute am Dienstag eine extrem gefährliche Situation in der Steiermark gemeistert: Auf dem Autobahnparkplatz St. Marein bei Knittelfeld brannte es im Laderaum eines Lkw. Restbestände von Salpeter- und Batteriesäure, die das Feuer entfacht hatten, flossen aus. Das Gebiet wurde abgesperrt, das Rasthaus sofort evakuiert.

Der Lkw-Lenker war von Kapfenberg zu seiner Firma nach Klagenfurt unterwegs, als während der Fahrt im Laderaum das Unglück seinen Lauf nahm. Eine sogenannte Transportrodel geriet in Bewegung und beschädigte drei Behälter dermaßen, dass Reste von Salpeter- und Batteriesäure ausflossen. Dadurch kam es zu einem Brand, den der 39-jährige Fahrer vorerst nicht bemerkte.

Lkw-Fahrer kämpfte gegen Flammen
Gegen 12.30 Uhr fuhr er dann von der S36 ab und parkte das Fahrzeug nahe dem Rasthaus St. Marein bei Knittelfeld, wo er Pause machen wollte. Doch daraus wurde ein Albtraum. Denn als er routinemäßig die Bordwand öffnete, schlug ihm Feuer entgegen. Bis zum Eintreffen der Feuerwehren hielt er die Flammen mit dem Inhalt eines Feuerlöschers niedrig. Ersticken konnte er sie jedoch nicht.

Rasthaus evakuiert
Fünf Feuerwehren mit 51 Mann - der direkt vor Ort agierende Trupp trug Vollkörperschutzanzüge - meisterten den gefährlichen Einsatz, schließlich bestand die Gefahr giftiger Dämpfe. Deshalb wurden das Rasthaus evakuiert und die Autobahn und die parallel dazu verlaufende Bundesstraße weiträumig gesperrt. Nach fünf Stunden war alles vorbei und die Gefahr für die Umwelt gebannt. Besonders wichtig: Es gab keine Verletzten.

Manfred Niederl, Kronen Zeitung

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