04.04.2017 08:00 |

Wegen Fahrzeugwäsche

Kärntner Feuerwehrwache hat Ärger mit Anrainerin

Mächtigen Zoff hat sich die Freiwillige Feuerwehr Bad St. Leonhard in Kärnten mit einer Anrainerin eingehandelt. Weil sich die im Rüsthaus wohnende Frau durch den Lärm beim Waschen der Einsatzfahrzeuge belästigt fühlte, hat sogar der Bürgermeister einschreiten müssen. Und dieser ordnete jetzt fixe Waschzeiten an.

Die Feuerwehr Bad St. Leonhard ist im Untergeschoß eines Mehrzweckhauses untergebracht. Über den Garagen befinden sich drei Wohnungen. Und das hat den Feuerwehrleuten in den vergangenen Monaten einigen Ärger eingebracht. Eine Mieterin fühlte sich nämlich gestört, wenn die Feuerwehrleute nach einem Einsatz ihre Fahrzeuge mit dem Hochdruckreiniger sauber machten.

Als schließlich der Streit zu eskalieren drohte, griff der Bürgermeister ein und verordnete den Einsatzkräften einen Stundenplan fürs Autowaschen. An Sonn- und Feiertagen ist ihnen das Reinigen der Fahrzeuge überhaupt untersagt.

Kommandant: "Das alles ist ganz schön deprimierend"
"Das alles ist ganz schön deprimierend. Am 31. Dezember 2016 sind wir beispielsweise von einem Einsatz zurückgekommen und haben die Autos am Nachmittag gereinigt. Am 2. Jänner war die Frau schon auf der Gemeinde und hat sich beschwert", so Kommandant Markus Lappas. "Wir können uns doch nicht aussuchen, wann wir zu einem Einsatz fahren und wieder zurückkommen." Die Feuerwehr hat insgesamt sechs Einsatzfahrzeuge.

Bürgermeister: "Guten Kompromiss gefunden"
Lappas: "Damit aber nicht genug. Die Mieterin beschwert sich auch, wenn wir uns nach 22 Uhr noch im Kameradschaftsraum aufhalten." Seitens der anderen Anrainer habe es hingegen noch nie Klagen darüber gegeben, dass die Feuerwehr zu laut sei. Bürgermeister Simon Maier: "Ich denke, dass wir einen guten Kompromiss gefunden haben, mit dem beide Seiten leben können."

Claudia Fischer, Kronen Zeitung

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