Mo, 25. Juni 2018

Keine Abschiebung

31.03.2017 07:18

Top-Phantombild führte rasch zur Festnahme

Das Phantombild jenes Mannes, der am 19. März in den frühen Morgenstunden eine junge Flachgauerin in der Linzergasse in Salzburg missbraucht hat, war offenbar perfekt: Gleich zwei Personen meldeten sich und konnten den Namen des Verdächtigen nennen. Dieser wurde wie berichtet in Innsbruck festgenommen.

Es geschah am 19. März, gegen 5.30 Uhr früh: Eine 21-Jährige ging durch die Linzergasse Richtung Schallmooser Hauptstraße, um dort einen Bus zu erreichen. Doch an einer Ecke lauerte ihr ein Unbekannter auf. Er drückte sie nieder und verging sich mehrfach an ihr. Selbst um die Uhrzeit gab es Zeugen, geholfen hat aber niemand. Das schwer traumatisierte Opfer ging zur Polizei. Die Frau wurde medizinisch betreut, es konnten DNA-Spuren sichergestellt werden. Als nächstes beschrieb die 21-Jährige einem Phantombild-Zeichner ganz genau das Gesicht des Angreifers. Sie musste sich in die Situation zurückversetzen, Details ins Gedächtnis rufen.

Obwohl das für sie schmerzhaft war, gelang es ihr, sich auch an Kleinigkeiten zu erinnern. Per Mausklick wurden am so entstehenden Bild am Computer mehrmals Details verändert. Das Opfer beschrieb den Mann als dunkelhäutig. Das machte die Sache einfacher, denn am PC sind bestimmte Stereotypen als Vorlagen abgespeichert. Auch Bärte und Frisuren kann man aus Datenbanken laden. Der Mann hat kurzes, leicht krauses Haar und einen ungepflegten Bart. Nach Stunden entsteht so ein perfektes Phantombild. Gezeichnet wird es in Farbe, veröffentlicht aber nur in schwarz-weiß, denn die Farbe legt zu sehr fest. Prompt meldeten sich drei Zeugen, zwei wussten sogar den Namen des Mannes.

Wegen Einbrüchen vorbestraft
Dieser hatte sein Bild in der Zeitung erkannt und sich nach Innsbruck abgesetzt. Dort klickten am Dienstag die Handschellen. Der wegen Einbrüchen Vorbestrafte wird in den nächsten Tagen nach Puch überstellt. Ihm drohen zehn Jahre Haft. Abgeschoben werden kann er nicht, es gibt kein Abkommen mit Marokko. Nur wenn ihn das Land freiwillig aufnimmt, ginge das.

Kronen Zeitung

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