Fr, 20. Juli 2018

Maria Theresia

14.03.2017 15:44

Happy birthday, Erzherzogin!

In diesem Jahr würde die Kaiserin, die "nur" Erzherzogin war, ihren 300. Geburtstag feiern. Weil das rein biologisch nicht möglich ist, widmen wir uns dem wohl bekanntesten Standbild Maria Theresias, jenem auf dem Neuen Platz in Klagenfurt. Es hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich, die es zu beleuchten lohnt.

Das allererste Monument wurde anlässlich des 25-Jahr-Regierungsjubiläums von Maria-Theresia im Jahr 1765 enthüllt. Der Tiroler Bildhauer Baltasar Moll, sozusagen ein Hofkünstler der Habsburger (von ihm stammen auch die Prunksarkophage in der Kapuzinergruft), schuf die Regentin aus einer Blei-Legierung. Molls Werk war das erste Monumentaldenkmal zu Ehren der Monarchin im Habsburgerreich überhaupt.

100 Jahre später wurde dieses Bildnis abgetragen und zur Herstellung von Munition eingeschmolzen. Obwohl sogar der Kärntner Landtag im September 1868 einen Beschluss zur Erhaltung des Denkmals fasste.

Die Finanzierung des Nachfolge-Monuments erinnert an aktuelle Geschehnisse. Jedenfalls fand sich Carl Freiherr von Schwarz, der Erbauer der Kronprinz-Rudolf-Bahn, als Spender und Finanzier für die Statue. 1873 wurde sie vom erst 15-jährigen Kronprinzen Rudolf eröffnet. Maria-Theresia bestand nun aus Bronze, aufgestellt im Westen des Platzes mit Blick auf den Lindwurm. Dem Rathaus wandte sie ihren Rücken zu. Im Zuge des Tiefgaragenbaues im Jahr 1970 musste sie wieder siedeln, an ihren heutigen Standort.

Quelle: Mag. Robert Wlattnig, Bulletin des Geschichtsvereines, 1/2017
Fritz Kimeswenger, Kärntner Krone

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