05.03.2017 14:54 |

Nach 2:6-Pleite

Gefeuert! Roger Schmidt bei Leverkusen Geschichte

Das Leiden hat ein Ende, jetzt ist es so weit! Roger Schmidt, der Ex-Coach von Red Bull Salzburg, wurde von Leverkusen auf die Straße gesetzt (siehe Video oben). Bei der "Werkself" gelangte man nach der 2:6-Packung bei Dortmund zur Überzeugung, dass man die Reißleine ziehen muss. Der Vertrag von Schmidt, der am 13. März 50 Jahre alt wird, wäre ursprünglich bis 2019 laufen - und soll nun vorzeitig aufgelöst werden. Nach gut zweieinhalb Jahren ist die Ära Schmidt also vorbei!

"Angesichts der aktuellen sportlichen Entwicklung sind wir nach sehr ausführlicher Analyse und Beratung zu der Auffassung gelangt, dass eine Trennung zwar schmerzhaft, aber für die weitere Entwicklung und Zielerreichung von Bayer 04 unumgänglich ist", erklärte Geschäftsführer Michael Schade. "Mir persönlich tut dieser Schritt sehr leid, denn wir haben Roger Schmidt viel zu verdanken."

Sportchef Rudi Völler: "Wir mussten jetzt handeln"
Sportchef Rudi Völler betonte indes, er halte Schmidt "für einen absoluten Top-Trainer" und er habe sich "deshalb immer und überall aus voller Überzeugung für ihn eingesetzt. Aber wir mussten jetzt handeln, wenn wir unsere Ziele nicht vollends aus den Augen verlieren wollen", sagte der Weltmeister von 1990.

Dragovic,Baumgartlinger und Özcan erhalten neuen Coach
Nach dem zweimaligen Einzug in die Champions League hat Schmidt, der 2014 mit Salzburg das Double gewonnen hatte, in dieser Bundesliga-Spielzeit die schlechteste Bayer-Saison seit 14 Jahren zu verantworten - und das trotz großer Investitionen vorab. So wurden unter anderen die ÖFB-Teamspieler Aleks Dragovic, Julian Baumgartlinger und Ersatztorhüter Ramazan Özcan verpflichtet.

Von den vergangenen sieben Pflichtspielen hat Bayer fünf verloren. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung will der Werksklub als Nachfolger am Montag zunächst einen Interimstrainer benennen. Schmidt ist bereits der neunte Coach, der in dieser Saison in der deutschen Bundesliga vorzeitig seinen Hut nehmen musste. Acht von 18 Klubs haben damit in dieser Saison ihren Betreuer ausgetauscht. Der VfL Wolfsburg nahm sogar schon zwei Wechsel vor.

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