Biathlon-WM

Dahlmeier holt ihr 3. WM-Gold in Hochfilzen

Sport
15.02.2017 16:11

Die Deutsche Laura Dahlmeier ist die dominierende Biathletin der Weltmeisterschaften in Hochfilzen! Die 23-Jährige eroberte am Mittwoch im vierten Rennen die dritte Goldmedaille - und hat zudem einmal Silber geholt. Beim Sieg im 15-km-Einzelbewerb hatte sie 24,7 Sekunden Vorsprung auf die Tschechin Gabriela Koukalova, die ebenfalls eine Strafminute aufwies. Dritte wurde die fehlerfrei schießende Italienerin Alexia Runggaldier mit 1:45,6 Minuten Rückstand. Bestplatzierte Österreicherin war Dunja Zdouc als Elfte mit 2:56,4 Minuten Rückstand. Während Dahlmeier und Koukalova eine Scheibe verfehlten und das Gros des Feldes noch öfter danebenschoss, traf Zdouc 20-mal ins Schwarze.

Die 23-jährige Kärntnerin verlor in der durch die frühlingshaften Temperaturen aufgeweichten Loipe zwar vier Minuten auf die Schnellsten, durfte dank perfektem Schießen aber über ihr mit Abstand bestes WM-Ergebnis jubeln. "Das ist einfach phänomenal. Ich bin überglücklich, viermal null schafft man nicht oft im Leben", strahlte Zdouc, die in der Mixed-Staffel nicht aufgestellt worden war. "Natürlich habe ich mich darüber geärgert. Aber ich habe mich auf meine Rennen konzentriert, vielleicht habe ich dadurch heute die eine oder andere Energie mehr gehabt." Bisher war ein 17. Sprintrang von 2015 in Kontiolahti ihre WM-und Weltcup-Bestleistung gewesen. In Hochfilzen hatte sie es in Sprint und Verfolgung nicht einmal unter die besten 40 geschafft.

Dunja Zdouc (Bild: GEPA)
Dunja Zdouc

Hauser: "Ich habe keine Ahnung, was ich falsch gemacht habe"
ÖSV-Hoffnungsträgerin Lisa Theresa Hauser, ihre Trainingskollegin in der "Biathlonschmiede" von Sandra Flunger, war eine ihrer ersten Gratulantinnen im Ziel. Die Tirolerin war angesichts ihrer eigenen Leistung (61. mit fünf Strafminuten) ratlos und enttäuscht. "Das ist unerklärbar, ich habe keine Ahnung, was ich falsch gemacht habe, was nicht funktioniert hat. Der Einzelbewerb war eine Riesenchance für mich, es war einfach verkorkst. Das ist natürlich sehr bitter, gerade dass es daheim passiert, das macht mich traurig", sagte Hauser. Das 15-km-Rennen vor 12.500 Zuschauern hatte für sie mit zwei Strafminuten im ersten Anschlag denkbar schlecht begonnen. "Damit war es vorbei, es ist natürlich sehr bitter, wenn man so startet", so Hauser.

Lisa Theresa Hauser (Bild: GEPA)
Lisa Theresa Hauser

Während sie die beiden eigentlich schwierigeren Stehendschießen fehlerfrei absolvierte, blieben im zweiten Liegendanschlag sogar drei Scheiben stehen. Was sie für den Massenstart ändern muss, war ihr vorerst noch unklar. "Keine Ahnung, was ich bis Sonntag noch mache", so Hauser, die unmittelbar hinter Christina Rieder nur drittbeste Österreicherin war. Rieder schoss zwei Fehler, verlor in der Loipe wie Zdouc aber enorm viel Zeit. "Auf der Loipe war es ziemlich hart. Mit dem Schießen bin ich ganz zufrieden, je ein Fehler stehend kann passieren", sagte Rieder. Fabienne Hartweger kam mit sechs Strafminuten nicht über Rang 78 hinaus.

Dahlmeier: "Absolut gigantisch. Schon wieder ganz oben"
Dahlmeier holte indes ihren bereits dritten Titel in Hochfilzen. "Absolut gigantisch. Schon wieder ganz oben, ich kann es kaum glauben", freute sich die 23-jährige Bayerin nach ihrer neunten WM-Medaille in Serie. Bei dieser WM hat sie auch schon mit der Mixed-Staffel und in der Verfolgung Gold sowie im Sprint Silber erobert. Wie Dahlmeier baute auch Sprintsiegerin Koukalova ihre ebenfalls bereits große Medaillensammlung weiter aus. Die Südtirolerin Runggaldier sicherte sich hingegen ihre erste. Die 25-Jährige aus St. Christina war im Einzel schon auch bei der WM-Generalprobe in Antholz Weltcup-Dritte geworden.

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(Bild: KMM)



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