20.12.2016 16:20 |

Nach Berlin-Terror:

Tiroler Polizei verstärkt Sicherheitsmaßnahmen

Nach dem kaltblütigen Anschlag mit zwölf Toten und 48 Verletzten Montag Abend in Berlin ist auch unter vielen Tirolern die Verunsicherung zu spüren. Die heimische Polizei ist alarmiert, verstärkt dieser Tage (wieder einmal) ihre Sicherheitsmaßnahmen - vor allem in Innsbruck. Dennoch wird versucht, zu beruhigen: "Keine Panik, es gibt in Tirol derzeit keine konkrete Gefährdungslage!"

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Ein Lkw rast ungebremst in eine Menschenmenge direkt bei einem Berliner Weihnachtsmarkt - mindestens zwölf Personen sterben, 48 erleiden teils schwerste Verletzungen. Die unfassbaren Szenen Montag Abend lassen Erinnerungen an das schreckliche Attentat im Juli in Nizza (F) aufkommen. Fakt ist: Der Terror hat Europa in all seinen grausamen Facetten längst erreicht.

Experten sind sich jedenfalls sicher: Nirgends in Europa könne derzeit ein Terror-Anschlag zu Hundert Prozent ausgeschlossen werden. Dass aber ein kaltblütiges Attentat in Tirol verübt wird, sei - zumindest zum jetzigen Zeitpunkt - äußerst unwahrscheinlich. "Es gibt derzeit keine konkreten Hinweise auf eine derartige Gefährdungslage", schilderte am Dienstag Tirols Landespolizeichef Helmut Tomac im Gespräch mit der "Krone". In erhöhter Alarmbereitschaft ist die heimische Exekutive jedoch trotzdem - dies sei man aber ohnehin schon seit den barbarischen Anschlägen in Paris ("Charlie Hebdo"), Nizza und im benachbarten Bayern.

Mehr Polizeipräsenz in Tirol

Laut Tomac werden die Maßnahmen nun noch einmal verschärft, insbesondere in Innsbruck. So wird man etwa im Bereich von Christkindlmärkten, Einkaufszentren und Co. nun noch mehr Polizisten begegnen - in Uniform und in Zivil. Auch mit den Veranstaltern von größeren Events werde man noch einmal in Kontakt treten, um die Sicherheitslage zu besprechen. "Nachgeschärft" werde auch beim Bergsilvester. "Klar ist aber: Wir dürfen uns vom Terrorismus nicht zurückdrängen und uns unsere Bräuche und Lebensweisen nicht nehmen lassen", betont Tomac.

"Nicht einschüchtern lassen"

In dieselbe Kerbe schlug auch LH Günther Platter. Sein Appell an alle Tiroler: "Lasst euch vom Terrorismus nicht einschüchtern. Wir müssen ihm die Stirn bieten. Setzt eure Lebensgewohnheiten fort!"

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